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Aktuelle News


Kettelerpreis für das „Gütesiegel - Gute Arbeit“

Kreise Kleve und Wesel

Mitglieder des KAB-Diözesanvorstandes der KAB im Bistum Münster präsentieren den Ketteler-Preis, darunter Mechthild Schulz (2.von links) aus Wesel und das KAB-Bundesvorstandsmitglied Brigitte Lehmann (3.von rechts) aus Geldern-Walbeck.

Niederrhein/Münster. Am letzten Wochenende hatte das Warten ein Ende: Renate Müller, Vorsitzende des Kuratoriums der KAB-Stiftung „Zukunft der Arbeit und der Sozialen Sicherung“ (ZASS), verkündete den diesjährigen Träger des Ketteler-Preises. Alle Gäste der Preisverleihung aus dem KAB-Diözesanverband Münster jubelten, als sie hörten, dass ihr Projekt „Gütesiegel Gute Arbeit“ die offene Abstimmung knapp gewonnen hat. Der Ketteler-Preis, der nach dem in Münsteraner Adelsspross und späterem Sozialbischof Wilhelm Emanuel von Ketteler benannt ist, war ausgelobt worden für Engagement gegen die Prekarisierung der Arbeit. Laudator Dr. Wolfgang Kessler, Chefredakteur von „Publik Forum“, hob hervor, dass das Gütesiegel zeige, dass man auch unter Konkurrenzbedingungen in der Arbeitswelt gerecht und sozial handeln kann. Dem konnten die anwesenden Jurymitglieder, die den Preis mit Recht als ihren Gewinn verstanden haben, nur zustimmen. Jedes bisher vergebene Gütesiegel verdeutlicht, wie fantasievoll, engagiert und erfolgreich Einsatz für „Gute Arbeit“ sein kann. Ob nun z.B. Bäckermeister Bernd Brockmann bewusst den Sonntag arbeitsfrei hält, Betriebsrat Gerd Jansen eine Betriebsvereinbarung für bessere Bedingungen für Leiharbeiter durchsetzt oder wie am Niederrhein das Cafe „Samocca“ in Kleve alternative Arbeitsplätze für die MitarbeiterInnen mit Handicaps schafft - um nur einige Beispiele zu nennen - immer zeigt ein Gütesiegel an, dass für ganz konkrete Menschen die Arbeitsbedingungen verbessert wurden und dies öffentlich sichtbar und gewürdigt wurde. Mit dem Preisgeld wird die KAB im Bistum Münster Ihr Engagement für gute Arbeit und Gutes Leben weiter stärken, „…weil es uns wertvoll ist“.



geschrieben von: KAB Niederrhein am 07.12.2011




Keine Aktualisierungen in nächster Zeit

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es auf dieser Homepage in nächster Zeit keine weiteren Aktualisierungen geben wird.

Aktuelle News und Veranstaltungen der KAB sind hier zu finden:


News unter kab-muenster.de



geschrieben von: KAB Niederrhein am 15.08.2011




"Querfeldein" Nr. 2 2011
Die aktuelle Ausgabe der Bezirksnachrichten der KAB Wesel



Inhalt der Ausgabe Nr. 2 2011:

Termine des Bezirks

Änderungen, die einen Neuanfang bedeuten

Kreuzweg auf der Halde Zeche Prosper-Haniel Bottrop

KAB-Innovationsmesse in Marl

Willi Küpper erzählt uns in seiner nachdenklich-vergnüglichen Geschichte << Dat Fehlervermeidungsprogramm >>, wie er Ausschussvorsitzender wurde ...

...wie immer – wir gehen konsequent Querfeldein!

Viel Spaß beim Lesen wünschen Edgar Delveaux (DU-Rheinhausen), Willi Küpper (DU-Walsum) und Martin Mohr (Wesel)


Hier (bitte anklicken!) die aktuelle Ausgabe (Nr.2 2011)



Hier (bitte anklicken!) die Ausgabe (Nr.1 2011)



Hier (bitte anklicken!) die Ausgabe Weihnachten/ Jahresende/ 2010


Hier (bitte anklicken!) die Ausgabe 2/ 2010


Hier (bitte anklicken!) die Ausgabe 1/ 2010

Hier (bitte anklicken!)eine Ausführung zum Bericht über die Fachtagung "Grundeinkommen" in Haltern


Geschrieben von:
Edgar Delveaux am 30.06.2011




Soziale Sicherheit im Alter

Im Oktober 2011: KAB-Seminar zu den Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung


Wesel/ Niederrhein. „Wann gehe ich in die Rente und welche Rente kann ich beantragen?“ Um diese und viele weitere Fragen rund um die Gesetzliche Rentenversicherung geht es in einem Wochenendseminar, das das Bildungswerk der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) anbietet. Das Seminar findet vom 21. – 23. Oktober 2011 in der Akademie Klausenhof in Dingden für alle Interessierten statt.

„Nicht nur Arbeitnehmer/innen, sondern alle Versicherten sind sich oftmals unsicher, welche Rentenrechtlichen Zeiten wie zum Beispiel Anrechnungszeiten, Beitragszeiten, Kindererziehungs- oder Pflegezeiten bei ihnen relevant sind, welche Voraussetzungen mit ihnen verbunden sind und wie sie sich gewichten“, schildert Seminarleiter Benedikt Kemper, Rechtsschutzssekretär für die KAB-Region Niederrhein Erfahrungen aus seinem täglichen Berufsalltag. „Hinzu kommt noch, dass großer Informationsbedarf hinsichtlich der unterschiedlichen Rentenarten wie Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwen- und Waisenrente besteht“ so, der Sozialexperte des am Niederrhein nahezu 10.000 Mitglieder starken Sozialverbandes.
Neben umfangreichen Informationen und Erläuterungen zu diesen Themen und Fragestellungen geht es in diesem Rentenseminar auch um ganz praktische Informationen und Übungen rund um das Antragsverfahren, die Rentenauskunft oder auch den Versicherungsverlauf. In der Seminargebühr in Höhe von 130 EURO (für KAB-Mitglieder 125 EURO) enthalten sind Übernachtungskosten im EZ, Vollverpflegung, Referentenkosten und Seminarunterlagen.

Anmeldungen werden erbeten bis 19.08.2011 an: Bildungswerk der KAB, Zweigstelle Wesel, 46483 Wesel, Tel. 0281/ 164100, mail@kab-niederrhein.de. Übrigens: KAB gewährt ihren Mitgliedern kostenlosen Rechtsschutz auf dem Gebiet des Arbeits- und Sozialrechts.

Hier die Ausschreibung und Anmeldung zum Ausdrucken


Geschrieben von: Martin Mohr am 24.06.2011




1. Mai Tag der Arbeit

Die KAB-Bezirksvorsitzenden fordern gerechte Arbeitsbedingungen



Kleve/ Wesel. „Weil uns gute Arbeit wertvoll ist“, setzt sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Region Niederrhein für einen gesetzlichen Mindestlohn und eine Besserstellung von Menschen in Leiharbeit ein.
„Wir fordern gleichen Lohn und einen Flexibilitätszuschlag für alle Menschen, die als Leiharbeitnehmer und -arbeitnehmerinnen tätig sind“, so Jürgen Dötsch, Bezirksvorsitzender der KAB Wesel.

Ab dem 1. Mai 2011 gilt die Freizügigkeit für Arbeitnehmer in der EU auch für Bürger aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn. Befürchtet wird eine massive Zuwanderung von nicht oder gering qualifizierten Arbeitskräften, die zu einem Überangebot an Arbeitskräften und zu Lohndumping und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in diesen Bereichen führen kann. Außerdem ist zu erwarten, dass Zeitarbeitsunternehmen aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt verstärkt aktiv werden mit extrem niedrigen Löhnen wegen der niedrigen Lebenserhaltungskosten in ihren Heimatstaaten.

Mit dem DGB wendet sich die KAB gegen eine drohende weitere Deregulierung des Arbeitsmarktes im Rahmen der EU-Freizügigkeit. „Einheimische wie zuwandernde Arbeitskräfte verdienen Schutz vor menschenunwürdigen und ungerechten Arbeitsbedingungen und Löhnen“, fordert Alfred Dilger, Bezirksvorsitzender der KAB Kleve, das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss in Europa tatsächlich überall zur Geltung kommen“.

Deshalb wiederholt die KAB ihre am 25. September 2010 beim Diözesantag in Dinklage beschlossenen Forderungen. Wir wollen:
- einen gesetzlich geregelten Mindestlohn, der es erlaubt, dass jeder in Vollzeit beschäftigte Mensch mindestens 60 % vom Medianeinkommen verdient und damit sein Leben oberhalb der Armutsgrenze selbst finanzieren kann (das sind aktuell ca. 9,20 Euro brutto),
- eine gesetzliche Regelung der Leiharbeit mit einem Lohnzuschlag im Vergleich zu fest angestellten Mitarbeitenden. Damit werden die besonderen Belastungen des häufigen Wechsels des Arbeitsortes anerkannt.

Der KAB ist gute Arbeit wertvoll und sie will, dass möglichst alle Menschen in diesem Land daran teilhaben können.

Geschrieben von: Bernhard Bockhorst/ Martin Mohr am 27.04.2011




„…weil es uns wertvoll ist“

Bezirkstag der KAB Wesel am 12.03.2011 in Voerde


Das Tagungspräsidium (von rechts): Jürgen Dötsch (Bezirksvorsitzender), Mechthild Schulz (stellv. Bezirksvorsitzende), Michael Schulz (Vorsitzender der KAB St. Paulus Voerde), Pfr. Heinz-Josef Möller (Präses der KAB St. Paulus Voerde)

Wesel/ Voerde. „…weil es uns wertvoll ist“: Unter diesem Motto fand der Bezirkstag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung am 12. März 2011 im Paulushaus Voerde statt.
Über 130 Delegierte und Besucher aus mehr als 50 KAB-Ortsvereinen und Gremien aus Duisburg-West, Wal-sum und dem Kreis Wesel haben sich mit prägnanten Jahresberichten und Bilanzen über die erfolgreiche Arbeit des über 5.000 Mitglieder starken Bezirksverbandes befasst. Es wurden Anträge beispielsweise zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik diskutiert und verabschiedet, zentrale Berichte der Zielgruppenarbeit, des Bezirksverbandes, des KAB-Bildungswerkes werden entgegengenommen und besprochen, und es standen auch Wahlen, unter anderem zur Bezirksleitung an. Die Bezirksleitung des Sozialverbandes besteht nun aus dem Vorsitzenden Jürgen Dötsch (Duisburg-Homberg), der stellvertretenden Vorsitzenden Henriette Kniely (Moers), der stellvertretenden Vorsitzenden Mechthild Schulz (Wesel) und dem Bezirkssekretär Martin Mohr (Wesel).

Für den verstorbenen Bezirkspräses Pfr. Klaus Ulaga (Moers) wurde zu Beginn des Bezirkstages eine Dankmesse mit Pfr. Heinz-Josef Möller (Voerde) gefeiert. Pfr. Ulaga verstarb im Januar dieses Jahres nach langer Krankheit und hat über 25 Jahre lang der KAB-Arbeit vor Ort sowie im Be-zirks- und Diözesanverband unverzichtbare, wertvolle und innovative Impulse gegeben.

Grußworte namhafter Gäste wie Bürgermeister Leonhard Spitzer, KAB-Diözesansekretär Hermann Hölscheidt sowie Vertreter/innen der benachbarten Bezirksverbände der KAB und der Christlichen Arbeiter Jugend (CAJ)und der Pfarrgemeinde hatten den Bezirkstag eröffnet.

Thematischer Mittelpunkt dieses Bezirkstages war die auf dem Diözesantag der KAB Münster vom 24.-26. September 2010 in Dinklage gestartete Kampagne „…weil es uns wertvoll ist“ sein. „An unserem Handeln als Einzelne, in Gemeinschaften und Gruppen lässt sich ablesen, welche Werte uns tatsächlich tragen. Reflexion und Austausch über die geteilten Werte können unser alltägliches Tun inspirieren und uns neu motivieren“ heißt es in der „Botschaft von Dinklage“ (mehr zur Kampagne unter www.kab-muenster.de ), die mit grundlegenden Fragen für die konkrete KAB-Arbeit Impulse gibt.

Der nahezu 200 Mitglieder starke KAB-Ortsverein St. Paulus war für den Bezirkstag bestens gerüstet. Kompetente und zahlreiche motivierte Ehrenamtler vor Ort waren schon seit Wochen mit organisatorischen und inhaltlichen Fragen zum Ablauf der Großveranstaltung beschäftigt. Und es hat bestens geklappt.

Hier zum ausführlichen Bericht über den Bezirkstag


Hier einige Fotos vom Bezirkstag


Geschrieben von: Martin Mohr am 06.04.2011




„Option für die Armen und Benachteiligten“

Soziales Engagement und Kirchenreform


Norbert Arntz, Pfarrer in Kleve
Foto: Norbert Fabian

Dass das II. Vatikanische Konzil entscheidende Anstöße für eine Erneuerung und Reform der kath. Kirche zu geben versucht hat, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist, dass eine große Gruppe beteiligter Bischöfen dies mit einer verstärkt sozialen Orientierung und Reformation verbinden wollte.

Hierauf wies Pfarrer Norbert Arntz aus Kleve bei einem Studien- und Besinnungstag von KAB, CAJ und Pax Christi in Duisburg-Rheinhausen hin. Kurz vor der Eröffnung des Konzils 1962 habe der Reform- und Konzilspapst Johannes XXIII. das Leitwort von einer „Kirche der Armen“ ausgegeben. Gegen den Widerstand weiterhin eher reformunwilliger Kreise habe eine einflussreiche Gruppe von Bischöfen um Dom Helder Camara aus Lateinamerika dieses Motto mit aufgegriffen und in Konzilsdiskussionen und -dokumente mit eingebracht. Beteiligt gewesen sei auch der frühere Essener Weihbischof Julius Angerhausen aus dem Ruhrgebiet.

Ende 1965, kurz vor dem Abschluss des Reformkonzils sei es dann zu einem Katakombenpakt gekommen, der mit an die Urkirche erinnern sollte. Darin hät¬ten sich zuerst 40 Bischöfe verpflichtet, ein einfaches, am Evangelium orientiertes Leben zu führen und zugleich einen Pakt mit den Armen zu schließen. Dem hätten sich weitere 500 Konzilsbischöfe aus aller Welt angeschlossen. Gefordert worden seien u.a. soziale Werke, die „sich auf Gerechtigkeit und Liebe gründen und alle Frauen und Männer gleichermaßen im Blick haben.“ Regierungen und öffentliche Dienste sollten dazu gebracht werden, solche Gesetze, Strukturen und gesellschaftliche Institutionen zu schaffen und wirksam werden zu lassen, die „für Gerechtigkeit, Gleichheit und eine gesamtmenschliche harmonische Entwicklung jedes Menschen und aller Menschen notwendig sind.“ Hierdurch sollte „eine neue Gesellschaftsordnung entstehen, die der Würde der Menschen- und Gotteskinder entspricht“.

Mit den lateinamerikanischen Bischofskonferenz von Medellin 1968 und Puebla 1979 sowie der Anerkennung von Basisgemeinden wurde der Katakombenpakt engagiert weitergeführt - so Norbert Arntz, der selbst mehrere Jahre als Pfarrer in Peru gearbeitet hat. In der von Thomas Fatum geleiteten Diskussion gab es den Vorschlag, in Deutschland die Sozialverbände der Kirchen zugleich als Basisgemeinschaften innerhalb zunehmend entstehender Großgemeinden zu verstehen. Verwiesen wurde auf das von der KAB mit erarbeitete gemeinsame Wort der Bischofskonferenz und der EKD „Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit“ zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland. Indessen hätten sich prekäre und unsichere Arbeitsverhältnisse verbreitet, seien Mittelschichten geschrumpft und nehme eine ungleiche Verteilung zwischen Armen und Reichen noch zu. Um Marktwirtschaft sozialer zu gestalten, sollte eine Fortschreibung und Aktualisierung des gemeinsamen Wortes erfolgen - auch in der Tradition des Katakombenpaktes und des II. Vatikanischen Reformkonzils.

Geschrieben von: Norbert Fabian, KAB und Pax Christi Duisburg-Rheinhausen am 01.04.2011




Lorenz Hochstrat ist verstorben

KAB nimmt Abschied von einem engagierten Baumeister



„Wenn man zu Unterbezirkssitzungen, zu Vereinsversammlungen, zu Sitzungen des Kettelerhaus Wesel e.V. kam, der Lorenz war immer da“ ist sich die Unterbezirksversammlung Wesel einig. Die Trauer um Lorenz Hochstrat ist groß. Er wird uns sehr fehlen und hinterlässt eine große Lücke. Er starb am Mittwoch, den 23. März 2011 mit 73 Jahren.

Lorenz Hochstrat kann treffend als Baumeister in der KAB beschrieben werden. Seit seinem Eintritt in den Katholischen Sozialverband im Jahre 1962 engagierte er sich in zahlreichen Ämtern auf vielen Ebenen der Bewegung. In seinem ihm ans Herz gewachsenen Ortsverein St. Antonius Wesel-Obrighoven war er über drei Jahrzehnte lang Vertrauensmann, Bildungsreferent, Vorsitzender. Er brachte sich ebenso nicht etwa sitzend, sondern bewegend und aufbauend im Unterbezirk der KAB Wesel ein, und immer die Würde des konkreten Menschen im Blick, ebenso im Kettelerhaus Wesel e. V..

Der KAB-Bezirksverband hatte mit Lorenz Hochstrat einen innovativen Mitgestalter seit den 1970er Jahren. Auf Bezirksebene war er bis zu seinem Tod viele Jahre lang in der Zielgruppenarbeit Senioren aktiv. Den Bezirksverband vertrat er im Kreiskomitee der Verbände und bis 2003 im Verbandsausschuss des Westdeutschen Verbandes sowie im Diözesanvorstand und Diözesanausschuss der KAB Münster. Auch die Weggefährt/innen dieser verbandlichen Ebene erinnern sich gerne und lebhaft an Lorenz Hochstrat. Mit einer großen Verbandserfahrung und Lebensweisheit erkannte er immer die wahren Hintergründe und Zusammenhänge der KAB-Anliegen und –Themen und gestaltete sie ausgleichend und Ziel führend mit.

Was Lorenz Hochstrat in, mit und für die KAB aufbaute, hatte Hand und Fuß, ein gutes Fundament und sehr solide. „Wir sind tatsächlich Bewegung“, sagte er gerne gegen Ende der Jahreshauptversammlungen seines Ortsvereines.

Die Sterbemesse für Lorenz Hochstrat findet am Dienstag, den 29. März 2011 um 11.30 Uhr in der St.-Antonius-Kirche Wesel-Obrighoven statt; anschließend die Beisetzung auf dem Friedhof „am langen Reck“. Die KAB-Vereinsbanner sollen und dürfen gerne den Gottesdienst und die Beisetzung begleiten.


Hier die Predigt von Bruder Gereon Henkhues (KAB-Präses der Ortsvereine in St. Antonius, Wesel) in der Sterbemesse


Geschrieben von: Stephan Küpper/ Mechthild Schulz/ Werner Gardemann/ Hans-Jochem Hegering/ Martin Mohr am 28.03.2011




Karl Josef Laumann zu Besuch in Rheinhausen.


Foto von rechts: Jürgen Dötsch, Bezirksvorsitzender der KAB Wesel, Karl Josef Laumann MdL (CDU), Henning Gerlach, Vorsitzender der CAJ Rheinhausen und Sprecher des CAJ-Bezirksverbandes Wesel, Klaus Mönnicks (CDU); Ratsherr der Stadt Duisburg

Rheinhausen Am Mittwoch, den 23.März 2011, war der Fraktionsvorsitzende der CDU im Düsseldorfer Landtag, Karl Josef Laumann, zu Besuch bei der CAJ Rheinhausen, dem KAB Bezirksverband Wesel und dem CDU Stadtbezirksverband zu einer gemeinsamen Veranstaltung. Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Duisburg kamen auch Mandats und Funktionsträger der Verbände sowie einige Ratsfrauen und Ratsherren der Stadt. Insgesamt war der Raum mit ca. 100 Personen gut gefüllt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Henning Gerlach, Vorsitzender der CAJ in Rheinhausen, stieg der Fraktionschef der CDU direkt ins Thema ein. Für Laumann ist klar, jeder muss die Möglichkeit haben, schnell einen sicheren und vernünftig bezahlten Job zu finden. Es ist doch kein Wunder das junge Arbeitnehmer, die nur zeitlich befristete Arbeitsverträge erhalten kaum eine Familie gründen. Den jungen Menschen fehlt einfach die Planungssicherheit. Außerdem sollte in der Leiharbeitsbranche „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gelten.

Neben den Themen der Arbeitnehmerschaft, für die Karl Josef Laumann als ehemaliger Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales im Land NRW und als Bundesvorsitzender der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Deutschland wie kaum ein zweiter steht, kam die aktuelle Politik aus dem Landtag und die Auswirkung auf Rheinhausen nicht zu kurz. Klaus Mönnicks, Ratsherr der Stadt Duisburg, machte auf die Verkehrsproblematik in Rheinhausen aufmerksam und verwies ebenfalls auf die schlechte Verkehrsanbindung, fehlende Querspange, für Logport 4. Der Fraktionsvorsitzende versprach das Thema mit nach Düsseldorf zu nehmen. Außerdem sieht Laumann die Zukunft der Schule im Ganztagsunterricht, wie auch immer dieser gestaltet wird. „Das ist ein Problem für die CAJ und andere Jugendverbände sowie Vereine, die dann neue Wege finden müssen“ stellt Henning Gerlach heraus. Für die Verbände ist es dann wohl notwendig mit Schulen zu kooperieren.

Ganz klar positioniert sich Karl-Josef Laumann beim Thema Neuwahlen. Für Ihn steht es außer Frage, wenn die Landesregierung es nicht schafft, dass der Haushalt für das Jahr 2011 verfassungsgemäß ist, dann zieht er wieder vor das Verfassungsgericht in Münster. Allerdings muss die SPD schon mitziehen und so den Weg für Neuwahlen frei machen. Die CDU kann nicht allein den Landtag auflösen. Doch gerade die jüngeren Besucher der Veranstaltung stellt sich auch die Frage der Nachhaltigkeit bei einer immensen Neuverschuldung des Landes. Besonders beeindruckt waren die Gäste der Veranstaltung über die klaren Worte des Landtagsabgeordneten. Henning Gerlach hält fest, „Mich freut es, dass Gäste jeden Alters anwesend waren und sich auch in die Diskussionen eingebracht haben.“ Die Veranstalter werten diese gemeinsame Aktion als Erfolg.

Geschrieben von: Henning Gerlach, CAJ Rheinhausen am 25.03.2011




Gute Aussichten!

Zwei Inseltage - einmal für Frauen, einmal für Männer



Kreis Kleve/ Wesel.Zwei ganz besondere Inseltage hat das Bildungswerk der KAB, Zweigstelle Kleve, dieses Jahr im Angebot:

Vom 15. - 18. September 2011 sind alle interessierten Frauen eingeladen, unter dem Motto "Jetzt ist die beste Zeit!" mit auf Spiekeroog zu kommen.
Hier die Ausschreibung zum Ausdrucken


Vom 06. - 09. Oktober 2011 geht es dann für alle interessierten Männer auf Wangerooge, mit dem KAB-Motto "...weil es uns wertvoll ist!" im Gepäck.
Hier die Ausschreibung zum Ausdrucken


Weitere Informationen und Anmeldung: Bildungswerk der KAB, Zweigstelle Kleve
Ulla Oberbarnscheidt
Sandstr. 24, 46483 Wesel
Tel. 0281/ 164100
E-Mail mail@ab-niederrhein.de

Geschrieben von: Martin Mohr am 23.02.2011





Weltnotwerkpartnerschaft des KAB-Bezirksverbandes Wesel mit der MCW Sambia macht große Fortschritte


Foto: James Sserunjogi (Mitte), WBCA-Sekretär, entwickelt in Kitwe/ Sambia Handlungskonzepte mit MCW-Aktiven

Seit 2009 baut der Bezirksverband der KAB Wesel mit der Partnerbewegung MCW Sambia eine auf Dauer angelegte und handlungsorientierte Partnerschaft auf. Die MCW ist vor Ort hautnah an den von Armut, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und Krankheit Betroffenen und setzt sich solidarisch und aktiv für sie ein. Bitte anklicken - die aktuelle Präsentation zur Weltnotwerkpartnerschaft mit Sambia

Das Spendenkonto:
Weltnotwerk der KAB
Pax-Bank Köln
BLZ 37060193
Konto 16151068
Stichwort: Partnerschaft Sambia

Weltnotwerk - Die Solidaritätsaktion der KAB Deutschlands

Geschrieben von:
Martin Mohr am 22.02.2011




KAB-Rechtsschutz zieht Bilanz


Foto: Benedikt Kemper, KAB-Rechtssekretär Region Niederrhein.

Verfahren mit Berufsgenossenschaften, Anfragen zu Erwerbsminderungsrente sowie Nachfragen zur Rente mit 67 standen 2010 im Mittelpunkt der Beratungen im sozialrechtlichen Bereich. Für das Arbeitsrecht stehen nach wie vor erschärfte Wettbewerbsbedingungen bei Arbeitsverhältnissen in Kirche und Caritas wie auch Beratungen im Zusammenhang mit der Einführung der Entgelttabelle für den Sozial- und Erziehungsdienst im Mittelpunkt der Arbeit.

Für 2011 wird vermutlich der Beratungsbedarf rund um die Rente mit 67 weiter ansteigen, ein höherer Beratungsbedarf bei Mitarbeitervertretungen besonders in sozialen Einrichtungen wird erwartet.
Von Beratungen bis hin zu Klageverfahren zog sich die Bandbreite der Arbeit der Rechtssekretäre in 2010 im Zusammenhang mit Angelegenheiten von Berufsgenossenschaften. Abschlägige Bescheide bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten standen vermehrt auf der Tagesordnung.
Arbeitsunfähigkeit und die Wiedereingliederung in das Berufsleben nach langer Krankheit – auch in diesen Bereichen entstehen vermehrt Anfragen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. „Berufliches Wiedereingliederungsmanagement“ heißt das Zauberwort, das die Rechtsberater der KAB in 2010 vermehrt bei der Beratung der Mitglieder, aber auch bei der Beratung von Mitarbeitervertretungen, begleitet hat.
Und - Die Rente mit 67 und Nachfragen rund um Abschläge bei vorzeitigem Eintreten der Erwerbsunfähigkeit sowie Fragen rund um die Weiterführung der Altersteilzeit waren ein weiterer Schwerpunkt. Hier besteht nach wie vor eine große Unsicherheit bei unseren Mitgliedern.

Verschärfte Wettbewerbsbedingungen bei caritativen und privaten Einrichtungen im Pflege- und Sozialbereich sorgen auch bei Kirche und Caritas für einen enormen Druck bei der Gestaltung von Arbeitsverhältnissen. Fragen rund um eine gerechtere Eingruppierung bei geringfügiger Beschäftigung standen erneut im Mittelpunkt der Arbeit des KAB Rechtsschutzes. Dieses Fazit zieht der Berufsverband der KAB für die Bilanz des Rechtsschutzes am Niederrhein aus der Statistik des Jahres 2010.
„Ein steigender Personalengpass in den kirchlichen Kindertagesstätten führt zunehmend zu ungleichen Eingruppierungen von „Alt“- und Neukräften. Hier entsteht ein erhöhter Beratungsbedarf unserer Mitglieder“, weiß Benedikt Kemper nach den ersten Monaten seiner Tätigkeit als Rechtssekretär im KAB-Regionalbüro am Niederrhein. „Sowohl Arbeitnehmer als auch Mitarbeitervertretungen sind zunehmend verunsichert und suchen unseren Rat“.
„Beratungen im Zusammenhang mit dem konkreten Umgang mit Überstunden und Mehrarbeit sowie die Gestaltung von Dienstplänen in Einrichtungen von Kirche und Caritas sind im vergangenen Jahr ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit gewesen“, so Kemper aus dem Regionalbüro in Wesel. Überlastungsanzeigen als probates Mittel werden zunehmend diskutiert und zeigen den dringenden Handlungsbedarf in den Einrichtungen.
Fast 700 Ratsuchende aus Bezirksverbänden am Niederrhein haben sich im vergangenen Jahr mit arbeits- oder sozialrechtlichen Fragen an die KAB gewandt. „Mobbing-Anfragen standen häufig im Mittelpunkt arbeitsrechtlicher Anfragen. Ein Thema, das häufig zu krankheitsbedingten Langzeitausfällen führt und somit den Bogen zum betrieblichen Wiedereingliederung spannt und Inhalt zahlreicher Anfragen von Mitarbeitervertretungen. Von Arbeitsplatzwechsel bis hin zu dauerhaften psychischen und physischen Beeinträchtigungen ist alles möglich – der Leidendruck der Betroffenen ist groß!“, erläutert Benedikt Kemper. Im Sozialrecht ist eine Steigerung vor allem im Bereich des Schwerbehindertenrechts zu erkennen. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen ist der Umgang mit der Schnittstelle Arbeitsagentur und Krankenversicherung.

Rund 200.000 Euro haben Benedikt Kemper und sein Vorgänger Uli Richartz im vergangenen Jahr für Mitglieder der KAB am Niederrhein vor den Gerichten erstritten.

Kontakt und Information:
KAB Rechtsschutzsekretariat Niederrhein
Sandstr. 24, 46483 Wesel
Tel. 0281/ 1641014
Fax 0281/ 1641010
E-Mail: kemper@kab-recht.de
HIER KLICKEN: BENEDIKT KEMPER STELLT SICH VOR

Gut zu wissen: Im KAB-Diözesanverband Münster gibt es insgesamt drei Rechtssekretärinnen/ Rechtssekretäre. Sie vertreten sich auch gegenseitig und grundsätzlich alle Mitglieder, auch die der jeweils anderen Region. HIER KLICKEN: DIE LEISTUNGEN DES KAB-RECHTSSCHUTZES

Geschrieben von: Benedikt Kemper/ Martin Mohr am 17.02.2011




Klaus Ulaga ist tot

Bezirkspräses der KAB Wesel starb nach langer Krankheit



Foto: Bezirkspräses Pfarrer Klaus Ulaga

Moers/ Wesel. Die Meldung erreichte die KAB gestern am späten Nachmittag. Der Bezirkspräses des Bezirks Wesel ist am Ende seiner Kräfte gewesen, eine heimtückische Krankheit hat ihm das Leben in den letzten Jahren sehr schwer gemacht.

Klaus Ulaga hat sich für die Menschen in der KAB und in seiner Gemeinde St. Marien-Hochstraß aufgeopfert, dabei waren ihm das Wort Gottes, die Soziallehre der Kirche und ganz besonders die Eucharistie wichtige Haltepunkte, die ihm das Leben als Priester ermöglichten.

Über 25 Jahre hat er als Bezirkspräses die Frauen und Männer der KAB begleitet und immer wieder auch ermutigt, für sich und die Familie ihre Rechte einzufordern. Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung sind sicher nicht nur Schlagworte für ihn gewesen. Mit der gleichen Intensität setzte er sich ein für die Anliegen der KAB: Mindestlohn, Rentenmodell, Grundeinkommen. Dabei scheute er nicht die Auseinandersetzung und Zusammenarbeit mit Politikern, Gewerkschaftlern und Menschen aus der Wirtschaft.

Mit besonderer Leidenschaft brach Pfr. Klaus Ulaga im Zweijahresrhythmus mit einer KAB-Gruppe aus dem Bezirksverband zur "Ostwallfahrt" in die neuen Bundesländer auf um ganz persönliche und solidarische Brücken zu schlagen zu den Menschen. Das Bischofswort anlässlich des Diözesanforums in den 90er Jahren hatte ihm hierfür die Motivation gegeben. Aus diesen Begenungen, Impulsen und Erfahrungen wird die KAB-Arbeit im Bezirksverband Wesel noch lange Zeit zehren.

Pfr. Klaus Ulaga war ein Mann des treffsicheren und tiefgründigen Wortes. In der geistlichen Leitung und Begleitung der Gremien und Gruppen des Bezirksverbandes Wesel hörte und las er "zwischen den Zeilen". Er erkannte die wahren Dimensionen und Zusammenhängen in den Diskussionen und Konzepten der KAB, er erkannte stets die Zeichen der Zeit und begleitete die Ehren- und Hauptamtlichen der KAB zu einer ganzheitlichen Sicht der Dinge. Wir sind ihm hierfür zutiefst und dankend verbunden.

Für viele Frauen und Männer der KAB war er ein persönlicher Seelsorger und Freund gewesen. Besonders die Menschen in Hochstraß trauern um „ihren“ Pastor! Die KAB trauert um „ihren“ Präses!

Herr, nimm ihn auf in dein Reich und erfülle ihm all seine Hoffnungen!

Wir müssen uns von einem wunderbaren Menschen und Priester verabschieden. Dies tun wir am Samstag, 29. Januar 2011 um 10:00 Uhr in der Kirche St. Marien, Königsberger Str. 21, 47443 Moers. Auf seinem letzten Weg begleiten wir ihn anschließend auf dem Friedhof in Meerbeck, wo um 12.00 Uhr die Beisetzung sein wird.

Geschrieben von: Michael Prinz/ Martin Mohr am 25.01.2011




„…weil es uns wertvoll ist“

KAB-Region Niederrhein initiiert Gottesdienstreihe zu 10 Jahre Seligsprechung von Nikolaus Groß


Foto: Nikolaus Groß vor dem Volksgerichtshof.

Wesel/ Kleve. Das Jahr 2011 ist für die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in der Region Niederrhein ein bedeutsames Gedenkjahr. Vor 10 Jahren, am 07. Oktober 2001, wurde in Rom der KAB-Sekretär, Journalist, Bergmann, Familienvater und Märtyrer Nikolaus Groß von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Für die KAB ist und war dies ein Ereignis, das dem kompromisslosen Eintreten von Nikolaus Groß für den Glauben, für die Menschenwürde, für die christlichen Werte und dem Widerstand der KAB im „Dritten Reich“ Würdigung und Anerkennung zollte.

5 Abendgebete in der Krypta des Xantener Domes
Um das Leben und Wirken von Nikolaus Groß und seine Seligsprechung zu vergegenwärtigen, lädt der KAB-Bezirksverband Wesel alle Interessierten zu insgesamt 5 Abendgebeten in der Krypta des Xantener Domes ein. Sie finden am 11. Mai, 08. Juni, 13. Juli, 10. August und 14. September jeweils um 19.45 Uhr statt und werden im Wechsel von den KAB-Bezirksverbänden Kleve, Wesel und dem Diözesanverband Essen vorbereitet. Bereits vor 10 Jahren waren Abend-gebete zur Vorbereitung auf die Seligsprechung von Nikolaus Groß durchgeführt worden, mit einer großartigen Beteiligung und Zuspruch.

Am 24. Januar 2011 Eröffnungsgottesdienst im Xantener Dom
Am Montag, den 24. Januar 2011 um 19.00 Uhr wird das Gedenkjahr anlässlich des Datums der Hinrichtung von Nikolaus Groß am 23. Januar 1945 mit einer Hl. Messe im Xantener Dom unter der Leitung von Kaplan Karsten Weidisch (Cloppenburg) und den Diakonen Bernhard Groß (Dinslaken) und Robert Lendzian (Walsum) eröffnet; der Höhepunkt des Gedenkjahres ist dann das Pontifikalamt im Xantener Dom mit Weihbischof Wilfried Theising (Xanten) am Sonntag, den 25.09.2011 um 11.30 Uhr.

Das Leben und Wirken von Nikolaus-Groß – im Hier und Heute wert-voll
Auf dem Diözesantag im September 2010 in Dinklage startete die KAB im Diözesanverband Münster unter dem Motto „…weil es uns wertvoll ist“ für die Dauer von vier Jahren eine neue Kampagne. Christliche Werte sollen mehr denn je im Zentrum der KAB-Arbeit stehen. Ganz we-sentlich ist dieses Nikolaus-Groß-Gedenkjahr somit im Licht der „Botschaft von Dinklage“ zu se-hen, in der es im Einleitungssatz heißt: „Jeder Mensch ist wertvoll und jeder Mensch hat als Kind Gottes eine besondere Würde“ (weitere Informationen unter www.kab-muenster.de )
In diesem Sinne wandte sich Diakon Robert Lendzian diese Tage mit einem Rundschreiben an die KAB-Vereinsvorstände und appellierte: „Die KAB muss Flagge zeigen, muss durch ihr Handeln zeigen, dass wir hinter dem Anliegen unserer Mütter und Väter stehen. Wir müssen Zeichen setzen in unserer so zeichen- und wertearmen Zeit. Setzen wir Zeichen gegen die immer stärker werdende menschenverachtende Entwicklung in unserem Land.“

Weitere Informationen zu den Gedenkveranstaltungen für Nikolaus Groß unter Tel. 0281/ 164100, E-Mail mail@kab-niederrhein.de

Übersichtsblatt zu den Nikolaus-Groß-Gedenkgottesdiensten 2011


Geschrieben von: Martin Mohr am 23.12.2010




Lebenswert – Lernenswert

Bildungsprogramm 2011 erschienen


Foto: Werteorientierung ist roter Faden für die Bildungsangebote 2011.

Wesel/ Kleve. Was ist mir was wert und was ist es mir wert? – Die Reflexion von Wertefragen durchzieht als roter Faden das Programm 2011 des Bildungswerkes der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster.

„Ob im Ehrenamt oder Beruf, in Familie oder Politik, wir treffen unsere Entscheidungen immer auf der Basis von Werten. Deshalb ist es sinnvoll, diese Dimension in die Erwachsenenbildung einzubeziehen“, so begründet Ortrud Harhues, Leiterin des Bildungswerkes, die Schwerpunktsetzung für das kommende Jahr. Werteorientierung ist für ein demokratisches und menschliches Gemeinwesen unerlässlich. Werteorientierung ist in unserer offenen Gesellschaft nicht einfach und selbstverständlich vorgegeben. Sie muss immer wieder im Austausch zwischen Menschen überprüft und mitgeteilt werden. Dazu bietet das Bildungswerk der KAB in vielfältiger Weise Plattformen.

Über 70 Seminare an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlicher Dauer finden sich im Programm. Harhues freut sich, wieder ein vielfältiges Angebot vorlegen zu können, das ganz unterschiedliche Fragestellungen und Lebenssituationen aufnimmt. Senioren, junge Menschen und Familien, Frauen und Männer, alle können etwas für sich passendes finden.

Welche Werte trennen oder verbinden Ost und West im 21. Jahr der Wiedervereinigung? Woran richten Frauen und Männer ihr Leben aus? Was steckt hinter den „christlichen Werten“? Wie können Senioren Werte an die nachwachsende Generation weiter geben? Dies sind einige der Fragen auf die in den angebotenen Veranstaltungen gemeinsam Antworten gesucht werden.

Das Bildungsprogramm ist kostenlos im Regionalbüro der KAB Niederrhein, Sandstr. 24, 46483 Wesel, Tel. 0281/164100 erhältlich.
Das Bildungsprogramm als Download


BILDUNG REGIONAL KLEVE


BILDUNG REGIONAL WESEL


Geschrieben von: Martin Mohr am 23.12.2010




Ende des Lohndumpings für Leiharbeiter/innen in Sicht

KAB-Region Niederrhein begrüßt das Bundesarbeitsgerichtsurteil zu CGZP-Tarifverträgen



Kleve/ Wesel. „Das ist ein echtes Weihnachtsgeschenk für die Arbeitnehmenden“, freut sich Gerd Minarek, Bezirkssekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung im Bezirksverband Kleve. „Mit großer Genugtuung erfüllt uns die gestrige Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts, die der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) die Tariffähigkeit abspricht.“ Damit darf diese Organisation keine Tarifverträge mehr abschließen.

Die KAB fühlt sich durch das Urteil in ihrem Engagement für gute Arbeit und gerechte Entlohnung bestärkt. Zuletzt hatten die Delegierten des Diözesanverbandes der KAB im September beim Diözesantag nicht nur die Anwendung des Equal-Pay-Gebotes, sondern zusätzlich einen Flexibilitätszuschlag für Leiharbeiter/innen gefordert.

Auch Internetumfragen der KAB hatten deutliche Ablehnung von Leiharbeit und Dumpinglöhnen bei allen Beteiligten ergeben. Auch gegen unfaire Tarifverträge der Christlichen Gewerkschaften hat sich die KAB auf Bundesebene noch vor wenigen Wochen ausgesprochen.

„Wir sind sehr froh, dass das Bundesarbeitsgericht den Weg für mehr Gerechtigkeit für alle von Leiharbeit betroffenen Menschen frei macht und die Aushöhlung des Tarifrechts durch dubiose Organisationen, die gar nicht den Status einer Gewerkschaft haben, verhindert.“ So fasst Martin Mohr, Bezirkssekretär der KAB Wesel die Position der KAB noch einmal zusammen.

Es ist auch zweifelhaft, ob die in der Vergangenheit von der CGZP abgeschlossenen Tarifverträge jemals gültig waren. Dies ist eine für alle Leiharbeitnehmenden interessante Frage. Denn nach dem so genannten Equal-Pay-Gebot haben Leiharbeiter/innen Anspruch auf den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft, sofern für sie kein eigenständiger Tarifvertrag gilt. Mehrere Hunderttausend Leiharbeitnehmer/innen können jetzt möglicherweise Nachzahlungen einklagen, so die Gewerkschaft ver.di in einem Kommentar zum Urteil.

Geschrieben von: Martin Mohr am 17.12.2010




"Ach, dat mach’ ich ja auch noch"

KAB-Unterbezirk machte Arbeit sichtbar


Foto: Arbeit mit Sand sichtbar machen - starke Beteiligung am Aktionsstand der KAB im Unterbezirk Wesel

Wesel. Einen ordentlichen Haufen Arbeit gab es am 07. August 2010 auf dem Aktionsstand des Unterbezirkes der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) beim „Fest der Vereine“ in der Weseler Fußgängerzone. 2, 5 Kubikmeter Sand gingen durch die Hände der Besucher. „Im Rahmen der Kampagne „Arbeit – Gut zum Leben“, die wir derzeit in unserem Diözesanverband durchführen, wollen wir die Menschen darüber nachdenken und sichtbar machen lassen, in welchen Formen von Arbeit sie täglich tätig sind“ erläuterte die Unterbezirkvorsitzende, Mechthild Schulz.

Zwei Stunden Arbeit fasste ein großer Messbecher Sand, den die Besucher/innen des Aktionsstandes jeweils von einem großen Sandhaufen schöpften. Entsprechend ihrer an einem „Durchschnitts-Tag“ getätigten Arbeit verteilten sie dann meist mehrere Messbecher Sand auf drei weitere kleinere Sandhaufen. „Denn uns ist es wichtig, dass die Menschen sich bewusst machen, dass nicht nur die Erwerbsarbeit, sondern ebenso zwei weitere Formen der Arbeit, nämlich das Ehrenamt und auch die private Sorgearbeit, die allerhand zwischen Erziehung der Kinder bis hin zur Pflege eines Angehörigen umfasst, echte und mit der vollen Würde ausgestattete menschliche Arbeit sind“ führte Hans-Jochem Hegering, stellv. Unterbezirkvorsitzender, weiter aus. Die Gespräche, die die KAB-Aktiven mit den Aktionsstandsbesucher/innen führten, waren teilweise sehr intensiv und nachhaltig. Es stellte sich oft heraus, dass die Kindererziehung oder beispielsweise der ehrenamtliche Besuchsdienst im Altersheim zunächst eher als ein „Mauerblümchen der Erwerbsarbeit“ angesehen wurden und weniger als gleichberechtigte Form innerhalb der Gesamtheit des menschlichen Tuns. Doch auf die Vielfalt menschlicher Arbeitsformen angesprochen kam so manch Eine/r beim Überlegen und Aufzählen zur Feststellung: „Ach, dat mach’ ich ja auch noch…“.

Ein Weiteres war dem KAB-Unterbezirk bei dieser Aktion wichtig: Die Herausarbeitung der Erfordernis eines familiengerechten Umbaus der Erwerbsarbeitswelt, in der die Anforderungen z.B. durch Pflegeaufgaben und Kindererziehung wichtiger sind als Erfordernisse im Produktionsprozess. Und wer sich für gesellschaftlich nützliche aber unbezahlte Arbeit engagiert, oder eine unterbrochenen Erwerbsbiographie vorweist, darf nicht mit akuter und dauerhafter Armut rechnen müssen, auch im Alter nicht. Diese und weitere elementare Forderungen bringt auch der Leitantrag des Diözesantages der KAB Münster zum Ausdruck.
Zum Leitantrag bitte hier klicken .


Geschrieben von: Martin Mohr am 07.08.2010




„Mama und Papa, was tut ihr, wenn ihr arbeitet?“

Malaktion für Kinder am Aktionsstand der KAB in der Weseler Fußgängerzone


Foto: "Mama, ich male Deine Arbeit..."

Mit einem interessanten Aktionsstand haben sich das Familienbüro der Caritas und der Unterbezirk der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) bei den PPP-Tagen am 07. August in der Weseler Fußgängerzone gemeinsam präsentiert. Auch die Kinder wurden mit einer Malaktion angesprochen. „Mama und Papa, was tut ihr wenn ihr arbeitet“ – unter diesem Motto haben wir die Kinder eingeladen, zu malen, wie sie sich die berufliche Tätigkeit ihrer Eltern vorstellen“ beschreibt Mechthild Schulz, Unterbezirksvorsitzende der KAB Wesel, ein Anliegen des Aktionsstandes.

Es hingen am Abend viele eindrucksvolle Exponate auf der großen Wäschenleine in der Fußgängerzone: Die Zahnarzthelferin war auf Rollschuhen abgebildet; sie hat es ja schließlich andauernd eilig. Und Hüseyin malte sich selbst neben einem langen Tisch, voll bestückt mit kleinen Metallständern an denen kleine Metallringe und Schlüssel hängen. Ja klar, denn Mama arbeitet beim Schlüsseldienst und er darf manchmal zuschauen.

In der Woche zwischen dem 06. und 10. September 2010 können die Bilder dann im Familienbüro der Caritas, Sandstraße 24, Wesel zu den üblichen Öffnungszeiten von den Eltern und Kindern abgeholt werden und bekommen von Caritas und KAB eine kleine Überraschung als Geschenk ausgehändigt. Das Familienbüro hat geöffnet: Di + Do 9 – 17 Uhr, Fr 9 – 12 Uhr Weitere Informationen zum Familienbüro der Caritas unter 0281/ 33908814 (Stefanie Verfürden)

Geschrieben von: Martin Mohr am 07.08.2010




„Sich erinnern – Glaube und Leben reformieren“

Ostwallfahrt des KAB-Bezirksverbandes Wesel führte nach Erfurt


Foto: An den Brennpunkten des Lebens – „Ostwallfahrer/innen“ im Gespräch mit dem Geschäftsführer des KAB-Berufsbildungswerkes Menteroda, Lutz Görlach (links)

Unter dem Leitthema „Sich erinnern – Glaube und Leben reformieren“ führte der Weg der 40 Frauen und Männer vom 11.-17. Juli 2010 ins Bildungshaus St. Ursula in Erfurt. Von dort aus unter anderem zum Kloster Volkenroda mit der Kommunität der Jesusbruderschaft und dem Christus-Pavillon von der EXPO 2000, ins Eichsfeld um vom christlichen Leben vor und nach der „Wende“ zu erfahren, zu den Gedenkstätten KZ Buchenwald und KZ „Mittelbau Dora“, zum KAB-Berufsbildungswerk in Menteroda mit seinen Außenstellen. Zentrale Bedeutung hatten auch Begegnung und gegenseitiges Lernen mit dem Bischof, mit Caritasmitarbeiter/innen und in Pfarrgemeinden wie St. Bonifatius Schlotheim und an anderen Orten des Eichsfeldes sowie im Triebwerk-Instandhaltungs-betrieb N3 Overhaul Services in Arnstadt. Die alle zwei Jahre stattfindende „Ostwallfahrt“ des KAB-Bezirksverbandes Wesel geht auf die Initiative des KAB-Bezirkspräses Pfr. Klaus Ulaga (Moers) zurück, der auch heute die Ostwallfahrten initiiert, plant und inhaltlich ausgestaltet. Anfang der 1990er Jahre hatte der damalige Münsteraner Bischof Reinhard Lettmann im Rahmen des Diözesanforums dazu aufgerufen, „Brücken“ zu den Bistümern und Menschen in den neuen Bundesländern zu schlagen. Im Gegensatz zu anderen Wallfahrten führt die „Ostwallfahrt“ nicht in erster Linie zu den großen und offiziellen Wallfahrtsorten, sondern dorthin, wo Menschen ihre alltäglichen Glaubens-, Lebens- und Arbeitsorte mit ihren Brennpunkten haben.

Bischof Joachim Warnke: „Gott mutet uns die Marktwirtschaft zu“
Zu einem Gesprächsabend über pastorale und gesellschaftliche Fragen war an einem Abend der Erfurter Bischof Joachim Warnke der Einladung der „Ostwallfahrer/innen“ ins Bildungshaus St. Ursula gefolgt und berichtete über niederschwellige Angebote für Rand- und Nichtchristen in seinem Bistum. Über die Wechselseitigkeit zwischen dem kirchlichen Leben in Ost- und Westdeutschland sagte er: „Die Christen in Ostdeutschland können von denen in Westen lernen, wie Kirche in der offenen Gesellschaft „geht“. Und Westdeutsche können von Ostdeutschen eine Alltagsfrömmigkeit lernen, um den Widrigkeiten der heutigen Zeit zu begegnen“, ist Warnke überzeugt, „Gott mutet uns die Marktwirtschaft zu“. Dies konnten Martina Franke (Caritas-Regionalstelle Erfurt) und Hubert Garski (Diözesancaritasver-band/ DiAG Erfurt) nur unterstreichen, als sie an einem Folgetag ebenfalls zum Gespräch mit den Ostwallfahrer/innen kamen. „In meiner täglichen Arbeit als Schuldnerberaterin merke ich auch heute noch, wie schwierig es für Menschen gerade hier im Osten Deutschlands ist, mit den verlockenden Angeboten und der nur scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten an Kauf-, Konsum-, und Kreditmöglich-keiten umzugehen“, schildert Franke ihre Erfahrung. Auf die eigenen Kolleginnen und Kollegen bezogen, gab Hubert Garski mit, dass es in einigen Berufsgruppen einer hohen Identifikation mit den Grundlagen und Zielen von Caritas und Kirche bedarf, um bei vergleichsweise geringerem Gehalt als bei manchen privaten Trägern motiviert und gut zu arbeiten.
Mit Hans-Karl-Baumgarten und Joachim Turbiasz vom KAB-Diözesanverband bzw. vom KAB-Ortsverein Erfurt und mit weiteren KAB-Aktiven kamen die Wallfahrer/innen bei Führungen durch das Eichsfeld und auch bei einem Betriebsbesuch im zukunftsweisenden Triebwerkinstandhaltungswerk N3 Overhaul (Arnstadt) in intensive Gespräche über das Leben und Arbeiten der Menschen in der Region vor und nach der Wende. “.

Die KAB – Hoffnung in einer strukturschwachen Region
Ein Zeichen der Hoffnung setzt die KAB im thüringischen Menteroda mit einem engagierten Berufsbildungswerk in der Strukturschwachen Region um Mühlhausen. Die Interessen der Jugendlichen und Jungen Erwachsenen mit der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu vereinen gehört zum Grundanliegen des KAB-Berufsbildungswerkes. Die Ostwallfahrer/innen ließen sich von Geschäftsführer Lutz Görlach und Mitarbeiterin Katharina Rhein intensiv das Leben, Lernen und Arbeiten in der Förder-Berufschule, der Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen, der Berufsvorbereitung, dem Wohnen mit sozialpädagogischer Begleitung und in vielen anderen Maßnahmen des KAB-Berufsbildungswerkes erläutern. Sie kamen auf diese Weise intensiv über die Situation heutiger Jugendlicher und Junger Erwachsenen auf ihrem Weg in und durch das Arbeitsleben in die Diskussion und es wurde einmal mehr deutlich: „Arbeit ist ein Gut zum Leben“. Spontan sammelte die Wallfahrtgruppe Spenden für das Berufsbildungswerk und konnten anständige 179 EURO überreichen.

Die Brennpunkte des Lebens ins Gebet genommen
Kraftquelle waren bei der Ostwallfahrt die gemeinsamen Gottesdienstzeiten jeden Morgen unter der Leitung von Diakon Robert Lendzian (Walsum), der die Wallfahrt geistlich begeleitete. Er verstand es, Teilaspekte des Wallfahrtsanliegens wie „Umkehr“ oder „Aufbrechen“ im Gottesdienst zu entfalten und den Wallfahrer/innen mit in den Tag zu geben. Herzlich empfangen worden ist die Wallfahrtsgruppe von der Pfarrgemeinde St. Bonifatius in Schlotheim und ihrem Pfarrer Hubertus Iffland. Kirche und Pfarrzentrum sind hier unter einem gemeinsamen Dach integriert, „denn das DDR-Regime wollte ja nicht, dass Kirche nach außen sichtbar wird“, erklärte Pfr. Iffland, „und heute brauchen wir mehr denn je Glaubensüberzeugung um in dieser Gesellschaft sichtbar und erfahrbar zu werden“. Nach der gemeinsamen Werktagsmesse ging es zur Begegnung und einem Fest mit Gemeindemitgliedern in das Außengelände der Kirche; bis in den späten Abend hinein hörte man gegenseitig zu, teilte Freud und Leid und lernte voneinander. „Möge die Straße uns zusammenführen…“ – mit diesem beliebten irischen Segenslied verabschiedeten sich Ostwallfahrer/innen und die örtlichen Gemeindemitglieder voneinander. In das Gebet nahmen die Wallfahrer/innen nicht zuletzt auch das Gedenken und die Stätten, die an die Verbrechen des NS-Regimes erinnern. Sie pilgerten bewusst hin zur KZ-Gedenkstätte Buchenwald und besuchten die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, in der Häftlinge durch Zwangsarbeit ermordet wurden. Sie nahmen sich viel Zeit vor Ort um die Orte zu begehen, zu Hören was dort geschah. „Denn nur wenn wir uns bewusst erinnern wollen, können wir Glauben und Leben und die Gesellschaft reformieren, fasst KAB-Bezirkssekretär Martin Mohr zusammen, der die Ostwallfahrt leitete.

HIER KLICKEN: WEITERE EINDRÜCKE VON DER OSTWALLFAHRT

HIER KLICKEN: WEITERE INFORMATIONEN ZUM KAB-BERUFSBILDUNGSWERK MENTERODA

Geschrieben von: Martin Mohr am 22.07.2010




KAB-Unterbezirk Emmerich:

Podiumsdiskussion am 08.07.10 „Verkaufsoffene Sonntage in Emmerich“


Foto: Klaus Dieter Stade (RP)
Von links: Max Puttkammer (Präses KAB UB Emmerich), Sven Degen (Vorsitzender der Emmericher Werbegemeinschaft), Theresia Wagner-Richter (KAB-Landessprecherin "Allianz für den freien Sonntag"), Johannes Diks (Bürgermeister der Stadt Emmerich), Dr. Stefan Wachs (1. Beigeordneter der Stadt Emmerich), Michael Lohheide (UB-Vertreter Emmerich)

Ein Brandthema der KAB, „der freie Sonntag“, hat nun auch den KAB-Unterbezirk (UB) Emmerich erreicht. Da die Hansestadt Emmerich als „anerkannter Ausflugsort“ gilt, besteht gemäß NRW-Ladenöffnungsgesetz die Möglichkeit, an bis zu 40 Sonntagen im Jahr besondere Waren zu verkaufen. Geschäfte, die Waren des Reisebedarfs, Andenken, Zeitschriften, Blumen oder auch Emmerich typisch anbieten, dürften diese laut Gesetz auch am Sonntag verkaufen. Da der Rat der Stadt Emmerich in seiner Sitzung am 13.07.10 über die vorgenannte Thematik zu befinden hat, wurde kurzfristig eine Podiumsdiskussion des KAB-Unterbezirks Emmerich anberaumt.

Rede und Antwort standen folgende, fachkundige Referenten: Johannes Diks (Bürgermeister der Stadt Emmerich), Dr. Stefan Wachs (1. Beigeordneter der Stadt Emmerich), Sven Degen (Vorsitzender der Emmericher Werbegemeinschaft), Theresia Wagner-Richter (KAB-Landessprecherin „Allianz für den freien Sonntag"). Moderator der Diskussionsrunde war KAB UB-Präses Max Puttkammer.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte Johannes Diks die Situation aus Sicht der Stadt Emmerich dar. Er betonte, dass auf Wunsch der Werbegemeinschaft auch in Emmerich die Möglichkeit zusätzlicher „Sonntagsöffnungen“ gegeben werden soll. Da sich allerdings der Zeitraum zwischen dem 15.03. und dem 15.10. befindet, wären „nur“ 33 Sonntage, in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr betroffen.

Sven Degen machte sich seine Darstellung zunächst einfach, in dem er in die Runde fragte, „was spricht dagegen“?

Die Antwort von Theresia Wagner-Richter folgte auch prompt, indem sie auf den Sonntagsschutz gemäß Grundgesetz hinwies und betonte , “gute Arbeit ist genauso wichtig wie gute Freizeit“.

Dr. Stephan Wachs erläuterte die rechtliche Seite des Sonntagsschutzes und machte auch deutlich, dass Emmerich die Öffnung der Geschäfte sehr restriktiv nach Gesetzeslage begleite und nicht wie andere Städte die Regelung großzügig handhaben werde.

Das die Mitglieder der Werbegemeinschaft sich benachteiligt fühlen, kam in den Worten des Vorsitzenden Degen klar zum Ausdruck. Die Geschäftsleute schauen nach Rees oder auch an den linken Niederrhein, wo keine „Kontrollen“ erfolgen. Des Weiteren äußerte Degen den Wunsch, die Geschäftsöffnungen sollten nicht nur „im Dunstkreis“ der Rheinpromenade erlaubt werden sondern im ganzen Innenstadtbereich. Er gab weiterhin zu denken, dass sich evtl. auch Chancen für neue Arbeitsplätze bieten.

Auf Grund der Ausführungen der Referenten entstand eine heftige, teilweise kontroverse Diskussion, wo die Aussagen der Befürworter, u. a. Geschäftsinhaber, mit denen der Gegner, u. a. KAB-Mitglieder, aber auch Geschäftsinhaber, aufeinander.

KAB-Mitglied Gerd Gertsen, der auch dem Rat der Stadt Emmerich angehört, sprach sich klar gegen die zusätzlichen Sonntagsöffnungen aus, u. a. um den Wert des Sonntags zu behalten. Des Weiteren wagte Gertsen die Prognose, dass in der Ratssitzung am 13.07.10 vsl. mehrheitlich eine Zustimmung erfolgt.

Theresia Wagner-Richter, wie auch der KAB-Bezirksvorsitzende Alfred Dilger beklagten in ihren Redebeiträgen den zunehmenden Werteverfall. Laut Dilger „ist es nur Ökonomie“.

Zum Schluss der Veranstaltung entbrannte nochmals eine hitzige Debatte um den Begriff „Lebensqualität“.

Eine Interpretation lautete, wichtig ist ein Sonntag der arbeitsfrei ist, an dem man sich regenerieren kann und gemeinsam etwas unternimmt.

Die andere Meinung, leider auch von einem KAB-Mitglied, der Sonntag sollte die Möglichkeit bieten, gemeinsam Einkäufe durchzuführen, neudeutsch „zu shoppen“.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass Angebot von Dr. Wachs anzunehmen und in einem Jahr eine weitere Zusammenkunft durchzuführen, um Rückschau zu halten. .

Hier (anklicken!) weitere Informationen zur Allianz für den freien Sonntag


Geschrieben von: Johannes Loomann, Beisitzer KAB-Unterbezirk Emmerich am 19.07.2010




Behinderte gezielt in den Arbeitsmarkt integrieren
Gütesiegel "Gute Arbeit" für Café Samocca in Kleve


Foto: Herr Artz (Mitte), Chef des Café Samocca erhält von Alfred Dilger, (Mitte-links) Bezirksvorsitzender der KAB Kleve das Gütesiegel, eingerahmt vom Personal des Café Samocca und von Lutz Kessler, Geschäftsbereichsleiter der Haus Freudenberg GmbH und Gerd Minarek, Bezirkssekretär der KAB Kleve (beide hintere Reihe)

Als Bestätigung für ihre gute tägliche Arbeit und für die gezielte und individuelle Integration von Behinderten in den Arbeitsmarkt bekamen Personal und Leitung des Café Samocca in Kleve das "Gütesiegel Gute Arbeit" des KAB-Diözesanverbandes Münster verliehen. Die Verleihung erfolgte am Freitag, den 25. Juni im Beisein des Vorstandes der Haus Freudenberg GmbH, dem Träger des Projektes, der Niederrhein-Jury des "Gütesiegels Gute Arbeit", von Ortrud Harhues, Leiterin des Bildungswerkes der KAB Münster, der Belegschaft und Leitung des Café Samocca und der Bezirksleitung der KAB Kleve.
Die Verleihung fand in den Räumlichkeiten des Cafe Samoccas stett, das seit 2008 besteht. Hier arbeiten zurzeit 9 Behinderte (alle Behindertenarten) in 2 Schichten. Dazu kommen 2 Hauptamtliche.

Wie wird im Cafe Samocca gearbeitet?
Das Personal kommt vor allem aus den Einrichtungen der Haus Freudenberg GmbH. Behinderte, die für die Arbeit im Café Samocca geeignet erscheinen, werden im Rahmen eines Praktikums im Café eingesetzt, um ihre Fähigkeiten zu testen. Nach der Praktikumsphase werden die Behinderten dann regulär im Café eingesetzt. Mit jedem Behinderten wird ein spezielles Förderziel vereinbart. Dies könnte z. B. das selbstbewusste Auftreten am Tisch sein. Mit Hilfe von eigenen Verhaltenspädagogen und in Zusammenarbeit mit dem Theodor-Brauer-Haus werden die Behinderten dann in die verschiedenen Tätigkeiten eingeführt und darin ausgebildet.

Ziel ist es dabei, dass die Gäste im Café Samocca nicht bemerken, dass es sich bei dem Personal um Behinderte handelt. Es geht hier um die Eingliederung der Behinderten in den regulären Arbeitsalltag. Ziel ist es dabei auch, dass nach einer Arbeitsphase im Café Samocca die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt gelingt. Dies ist bei einer Mitarbeiterin bereits gelungen. Im Café selbst wird z. B. auch das Bediensystem behindertengerecht organisiert. So erhält jeder Tisch eine Bestellkarte, auf der die Gäste die Bestellwünsche ankreuzen. Nach dem Besuch wird die Bestellkarte mit zur Kasse genommen und dort abgerechnet. Somit wird der Stressfaktor für die Bedienungen reduziert, da das Kassieren an der Kasse erledigt wird.

Ziel für das Café Samocca ist auch der Aufbau eines Netzwerkes für Praktikumsplätze. Damit wird auch das Ziel unterstützt, die Mitarbeiter in reguläre Arbeitsverhältnisse auf dem ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln. Die Beschäftigten bereiten im Café auch einen kleinen Mittagstisch zu. Es gibt Kunstausstellungen, Literatur und Musik. Ziel der Freudenberg GmbH, ist es auch im Café Samocca eine andere Vergütung als in der Behindertenwerkstatt zu bezahlen. Es gibt bereits jetzt ein Anreizsystem, in dem die Beschäftigten bestimmte Punkte sammeln können.

Bestandteil des Konzeptes ist auch, dass die Mitarbeiter im Café in allen Bereichen des Cafés rotierend eingesetzt werden, um alle Bereiche kennenlernen zu können.

Jetzt heißt es mitmachen und Menschen, die sich für gute Arbeitsbedingungen stark machen, auszeichnen lassen! Weitere Informationen im KAB-Regionalbüro Niederrhein. HIER KLICKEN: MEHR ZUR KAMPAGNE "GÜTESIEGEL GUTE ARBEIT"

Geschrieben von: Uli Richartz und Martin Mohr am 30.06.2010




Was heißt eigentlich „Wirtschaftkrise“?

Bildungswerk der KAB startet Zertifikatskurs „Durchblick Ökonomie“ gemeinsam mit dem "laboratorium"


Foto: www.pixelio.de

Fast täglich ereilen uns Meldungen über Globalisierung, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise, Überschuldung und drohende Staatspleiten in der Europäischen Union, Einschnitte bei den sozialen Sicherungssystemen, die katastrophale Situation der Kommunalfinanzen, die demografische Entwicklung – alle damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen sind ohne ein Mindestmaß an volkswirtschaftlichem Verständnis und Wissen nicht mehr zu verstehen. „Wissen wir denn eigentlich wirklich, was „Wirtschaftskrise“ heißt? Die richtigen Fragen stellen, sich an Diskussionen mit eigenen, gut begründeten Positionen zu beteiligen, setzt grundlegende Kenntnisse voraus“, ist Martin Mohr, Bildungsreferent der KAB/ Wesel, überzeugt.

Für das Bildungswerk der KAB, Zweigstelle Wesel ist dies Anlass, in Kooperation mit dem „laboratorium“, dem evangelischen Zentrum für Arbeit, Bildung und betriebliche Seelsorge Duisburg/ Niederrhein, einen Zertifikatskurs „Durchblick Ökonomie“ anzubieten. Zwölf Studientage und zwei Exkursionen, Eigenstudium anhand der zur Verfügung gestellten Studienmaterialien, Analyse von Presse-, Rundfunk- und Fernsehbeiträgen, Gespräche mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Finanzwirtschaft, Gewerkschaften und Kirche und Betriebsbesichtigungen ermöglichen in diesem Zertifikatskurs einen vielseitigen und differenzierten Einblick in die Ökonomie. Die Teilnahmegebühr beträgt 280 EURO. Der erste Studientag war am 15. Januar 2011 von 10.00 – 17.00 Uhr im Kath. Pfarrzentrum St. Peter in Wesel-Büderich. Organisiert wird dieser Kurs von Dieter Zisenis (bildung-beratung-projektmanagement) , der im Auftrag des „laboratorim“ tätig ist.

Als Referent konnten die Bildungswerke Dipl. Kaufmann Ralf Welter gewinnen, Mitglied der „Memorandumgruppe“ (Gegengutachten zu den „Fünf Weisen“) , Dozent für Sozialpolitik an der katholischen Fachhochschule Aachen, Autor u. a. des Buches „Solidarische Marktwirtschaft durch Grundeinkommen“. Ehrenamtlich ist Ralf Welter u. a. auch Diözesanvorsitzender der KAB Aachen.

Weitere Informationen und Anmeldung im KAB-Regionalbüro Niederrhein, Tel. 0281/ 164100, mohr@kab-niederrhein.de

Geschrieben von: Martin Mohr am 30.06.2010




"In solidarischer und zukunftsfroher Wegbegleitung"

Pfr. Klaus Ulaga für 25 Jahre Bezirkspräses geehrt


Foto (von links): Pfr. Klaus Ulaga (KAB-Bezirkspräses Wesel), Henriette Kniely (stellv. KAB-Bezirksvorsitzende Wesel, und Jürgen Dötsch (KAB-Bezirksvorsitzender Wesel) bei der Laudatio

In diesem Jahr ist Pfr.Klaus Ulaga (St. Marien Moers-Hochstraß) 25 Jahre Bezirkspräses für den KAB-Bezirksverband Wesel. Bei seiner Amtseinführung im November 1985 gab ihm der damalige KAB-Diözesanpräses Franz Jung mit auf den Weg: "Wer Arbeiterschaft liebt, muss auch an den Grundfesten der Gesellschaft und der Kirche rütteln können". Dies hat Pfr. Ulaga sich sehr zu eigen gemacht und in seinem Verkündigen und Handeln verwirklicht, wofür der KAB-Bezirksverband Wesel ihm sehr herzlich dankt und sich auf weitere Aktivitäten und Zusammenarbeit mit seinem Bezirkspräses freut. "In solidarischer und zukunftsfroher Wegbegleitung vieler KAB-Mitglieder und -Gruppen sorgst Du immer für den Draht nach oben" fasste der Bezirksvorsitzende Jürgen Dötsch in seiner Laudatio auf dem Bezirkstag am 29. Mai 2010 in Moers-Meerbeck zusammen.

Eine der ganz großen Ziele in der Arbeit als Bezirkspräses ist die Initiierung und Durchführung der "Ostwallfahrten" die alle 2 Jahren durch den Bezirksverband durchgeführt werden. Die KAB-Gruppen im Bezirksverband Wesel taten sich daher zusammen und schenkten ihrem Bezirkspräses einige schöne und begegnungsreiche Tage im St.Wenzeslausstift in Jauernick-Buschbach (bei Görlitz), der Unterkunft während der Ostwallfahrt 2008. Darüber war er sehr überrascht und mit großer Freude wird er noch im Sommer dieses Jahres aufbrechen.

"So machen wir weiter!" rief Pfr. Ulaga den Delegierten und Gästen des Bezirkstages zu.
Hier klicken: Zeitungsartikel der RP vom 18.11.1985 zur Einführung Pfr. Ulagas als Bezirkspräses

Geschrieben von: Martin Mohr am 01.06.2010




"Damit ihr Hoffnung habt"

Ökumenischer Kirchentag in München aus dem Blickwinkel eines Weseler KAB-Aktiven


Foto: Große Aufmerksamkeit wurde dem Informations- und Aktionsstand der KAB geschenkt

Vom 12. – 16. Mai 2010 fand in der Bayerischen Landeshauptstadt der 2. Ökumenische Kirchentag unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt“ statt; ich durfte als Ökumene-Befürworter dabei sein. Dieser Ökumenische Kirchentag in München war trotz regnerischem Wetter und Kälte ein voller Erfolg. Vieles, was im Moment religiös und gesellschaftlich bewegt, wurde angesprochen. Gerade in Gesprächen mit anderen ÖKT-Besuchern spürte ich sehr deutlich, dass sich bei vielen Gläubigen das Bild von selbstbewussten und engagierten Christen in Deutschland wieder spiegelt. Ich empfand spürbar das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Der christliche Glaube – ob aktiv gelebt oder nicht – gibt uns Christen gemeinsame ethische und moralische Werte, gibt uns einen Maßstab für Menschlichkeit. Beeindruckend für mich war, dass wer wollte, Kirchen- und Politikerfürsten hautnah erleben konnte. Ich habe u.a. Pater Anselm Grün, Alois Glück (aktueller ZK-Vorsitzender), Bischof Zollitsch, Petra Pau (Die Linke), den ehem. ZK-Vors. Prof. Dr. Hans-Joachim Meyer, Bischof Marx, MdB Wolfgang Thierse, Prof. Gesine Schwarz, Kardinal Wetter und Nina Hagen zum Greifen nahe erleben dürfen.

Zufälligerweise war ich am Freitag, nach dem Besuch im Deutschen Museum, am Stand unseres Bistums Münster; als der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz – Bischof Zollitsch - mal eben Hallo sagte.

Auf dem Stand der KAB konnte ich eine aktuelle wirtschaftspolitische Diskussion über die derzeitige Währungs-Verunsicherung verfolgen. KAB-Moderator Winfrid Wienen diskutierte unter dem „Zeichen des Kamels“ sehr verständlich mit dem Europa-Parlamentarier Sven Giegold (von Attac). Wir wissen ja: „Eher geht ein Kamel durch das Nadelöhr … Aufbruch heißt „das Ganze verändern“, damit Hoffnung besteht.

Überrascht war ich über eine Vortragsveranstaltung mit über 1.200 Zuhörern. Ein Schild mit der Aufschrift „Theologie der Bestreitung“ sagte mir zunächst nichts; im Podium machte ich keinen Promi aus. Doch auf Nachfrage bei einer Helferin wurde ich darüber aufgeklärt, dass der bunte Paradiesvogel im Podium Nina Hagen sei. In einer Nachbarhalle des Messegeländes diskutierte Prof. Gesine Schwan zu einem Europathema; hier verfolgten zum Vergleich lediglich ca. 250 Gäste das Geschehen.

Beim Vortrag der Technischen Universität München „Zukunft der Wirtschaft“ hielt der weltbekannte Pater Anselm Grün als Gast-Referent das Impulsreferat – hat dieser Geistliche eine Ausstrahlung! Mit Gottvertrauen wies er auf unsere liberale Weltanschauung hin, die in tiefen christlichen Überzeugungen wurzelt. Demokratie, Rechtsstaat und Christentum als moralische Instanz; auf diesen Grundpfeilern ruht unsere Gemeinschaft.

Für mich war der 2. Kirchentag abwechslungsreich, beeindruckend, schön, aufregend, spannend, meditativ und vielfältig musikalisch bestückt! Am Samstagabend durfte ich zwei Events genießen. Zunächst fand in der übervollen Frauenkirche ein Festhochamt mit Kardinal Wetter statt. Es geht einem schon durch Mark und Knochen, wenn der gemeinsame Gesang aller Gottesdienstbesucher durch das gewaltige Kirchenschiff schallt. Unheimlich abwechslungsreich war danach der Konzertabend mit der a-capella-Gruppe viva-voce. Ich denke, dass man in naher Zukunft sicherlich noch viel von dieser jungen kreativen Boygroup hören wird. München ist eine fantastische Stadt, die sich vorteilhaft durch farblich abgestimmten Blumenschmuck präsentierte. Und so wird mir dieser 2. ÖKT genauso gut in Erinnerung bleiben, wie sein Vorgänger, der 2003 in Berlin seine Premiere feierte.

Übrigens: Der nächste Evangelische Kirchentag findet am 1. Juni - Wochenende 2011 in Dresden statt; ich kann mir heute gut vorstellen, dass ich dort als Ökumene-Befürworter dabei sein werde. Mal sehen !!!

Geschrieben von: Friedel G. aus W. am 27.05.2010




“Die Not der anderen sehen: Ihr werdet meine Zeugen sein (Apg 1,8)"

KAB-Bezirkswallfahrt der Senioren führte in die Landeshauptstadt



Foto (von links): KAB-Diözesanpräses Pfr. Michael Prinz, KAB-Bezirkspräses Pfr. Klaus Ulaga und KAB-Vereinspräses Diakon Robert Lendzian feierten den Wallfahrtsgottesdienst mit zahlreichen KAB-Senioren

Dass Düsseldorf sehr wohl eine Wallfahrtsstadt sein kann, wurde am 18. Mai deutlich. Zu einer außergewöhnlichen Wallfahrt fanden sich zahlreiche Frauen und Männer aus dem KAB-Bezirksverband Wesel ein. Inmitten der quirligen Metropole, zwischen dem Sprachgemisch der Politik, der Hektik der Geschäfte und der Wirtschaft und eingerahmt von chicen Cafes und Restaurants steht “die Max”, wie die Düsseldorfer ihre Maximilianskirche in der Karlstadt liebevoll nennen.

Henriette Kniely, Vorsitzende der Zielgruppenarbeit Senioren (früher ARG) im Bezirksverband Wesel begrüßte vor Beginn des Wallfahrtsgottesdienstes in der “Maxkirche” die Pilgerinnen und Pilger sehr herzlich und bestätigte das Wallfahren als wesentlichen Bestandteil des Verbandslebens der KAB.
“Das Bildnis vom wunderbaren Gnadenauge Mariens zieht auch heute viele Pilgerinnen und Pilger wie uns zur Maxkirche“, erläuterte Kniely.

Den festlichen Wallfahrtsgottesdienst leiteten KAB-Bezirkspräses Pfr. Klaus Ulaga (Moers), KAB-Diözesanpräses Michael Prinz (Münster) und Diakon Robert Lendzian, KAB-Präses in Walsum. “’Ihr werdet meine Zeugen sein’ - dieses Wort aus der Apostelgeschichte ruft uns heute auf, das zu sagen was wirklich Sache ist” hob Pfr. Ulaga in seiner Predigt die tiefe Bedeutung des Wallfahrtsmottos hervor. Eine lebhafte Begegnung und ein froher Austausch der KAB-Senioren bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee schlossen sich im Bistro des angrenzenden “Maxhauses” an.

Frau Kahmann, eine engagierte Ehrenamtliche der Pfarrgemeinde erläuterte dann die spirituelle und reichhaltige kunsthistorische Bedeutung der Maxkirche, die ein authentisch barockes Gotteshaus ist, und der Menschen die mit der „Max“ leben und arbeiten. Zu einer Abschlussandacht kamen die Wallfahrer dann nochmals in den Bänken der Maxkirche zusammen. Noch einmal erfüllten die Wallfahrer/innen die „Max” mit kräftigem Gesang und gemeinsamen Gebeten. “Du gehörst dazu und bist kein Außenseiter” - in diesem Sinne entfaltete Diözesanpräses Pfr. Michael Prinz in seiner Ansprache in heutigem Verständnis die 7 Werke der Barmherzigkeit.

Zurück in Moers, in Rheinberg, in Duisburg-Walsum und in vielen anderen Orten erzählten die Wallfahrtsteilenehmer/innen noch am Abend von einer gut gelungenen Glaubenserfahrung mitten im Leben und für das Leben.

HIER EINIGE EINDRÜCKE VON DER WALLFAHRT


Geschrieben von: Martin Mohr am 20.05.2010




Den Glauben lebendig halten

Bildungswerk der KAB startet neue Fortbildung zur geistlichen Begleitung



Christlicher Glaube und Handeln für Gerechtigkeit gehören untrennbar zusammen, sagt die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB). Diese Spiritualität braucht Menschen, die Gruppen und Vereine begleiten. Deshalb startet das KAB Bildungswerk am 20. November in der Heimvolkshochschule (HVHS) Gottfried Könzgen in Haltern am See eine neue Fortbildungsreihe für geistliche BegleiterInnen.

„Den Glauben lebendig halten“ ist die Reihe mit sechs Tagesveranstaltungen überschrieben. Themen wie das Verhältnis von Mystik und Politik, die katholische Sozialehre als spirituelle Quelle oder der Umgang mit Trauer und Abschieden bilden die Leitfragen der Tage. Die Fortbildungsleiter arbeiten mit Elementen des Bibliodramas, in Gesprächsrunden und vor allem, so Pfarrer Michael Prinz, „regen wir immer wieder zum Ausprobieren und Reflektieren von spirituellen Ausdrucksformen an.“ Eingeladen sind alle Interessierten aus Verbänden und Gruppen.

Diözesanpräses Pfarrer Michael Prinz ist einer der Verantwortlichen dieser neuen Fortbildung. Gemeinsam mit Theresia Wagner-Richter, freie Referentin in der Erwachsenenbildung und Martin Mohr, Bildungsreferent der KAB, hat er den Kurs konzipiert.
Die Tage beginnen um 9 Uhr und enden um 17 Uhr. Sie werden jeweils eingerahmt mit verschiedenen Gebets- und Gottesdienstformen, die nach Absprache von den Teilnehmenden vorbereitet werden.

Zu jedem Tagesschwerpunkt gibt es entsprechende Methodenübungen.
Teilnehmen können Männer und Frauen, die bereits über theologisches Vorwissen verfügen. Wer noch keine theologische Vorbildung hat, kann dies begleitend zu den Praxistagen im „Theologischen Seminar“ der KAB erwerben. Das „Theologische Seminar“ sind sechs Wochenendseminare über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren.

„Immer mehr Frauen und Männer übernehmen in der Praxis der Ortsvereine, in Vorständen, bei Seminaren und Veranstaltungen die spirituelle Begleitung“, erläutert Theresia Wagner-Richter den Grund, warum die KAB diese praxisorientierte Fortbildung zur spirituellen Begleiterin anbietet. „Durch Taufe und Firmung sind alle Christinnen und Christen zu dieser Aufgabe berufen“, sagt sie weiter.
„Unsere Kirche hat einen echten Schatz von spirituellen Formen, die Menschen und Gruppen im Leben und im Engagement unterstützen. Den wollen wir bei dieser Fortbildung mit den Teilnehmern heben und sie ermutigen, diesen vor Ort weiterzugeben.“


HIER KLICKEN: DIE KURSAUSSCHREIBUNG ZUR FORTBILDUNG GEISTLICHE BEGLEITUNG

HIER KLICKEN: DIE KURSAUSSCHREIBUNG ZUM THEOLOGISCHEN SEMINAR

HIER KLICKEN: DIE SEMINARTERMINE DER PRAXISTAGE UND DES THEOLOGISCHEN SEMINRS IM ÜBERBLICK

Geschrieben von: Martin Mohr am 17.05.2010




„Quo vadis NRW?“
Landtagswahl-Podium war sehr lebhaft


Foto: Angelika Wagner (DGB-Region Niederrhein) und Theo Heeck(HVHS Gottfried Könzgen, Haltern) moderierten

Kevelaer/ Kleve. Wem soll ich meine Stimme geben? Wem vertraue ich für die nächsten Jahre politisch? Am Donnerstag, dem 29.4. fand im Bühnenhaus Kevelaer auf Einladung der KAB und des DGB ein Podiumsgespräch mit den Landtagskanidaten des Kreises Kleve statt. Rolf Wennekers vom DGB-Kreisverband Kleve begrüßte die Teilnehmer...
Hier (anklicken!) - bitte weiterlesen


Hier (anklicken!) - einige Eindrücke von der Veranstaltung


Geschrieben von: Dietmar Stalder am 03.05.2010




Resolution der KAB zum Weiterbildungsgesetz NRW

Region Niederrhein/Münster. Die Mitglieder des Diözesanausschusses der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB) im Bistum Münster fordern alle Mandatsträger und -kandidaten auf, sich für den Erhalt des Weiterbildungsgesetzes in NRW einzusetzen und damit für eine verlässliche finanzielle Grundausstattung der werteorientierten Weiterbildung zu sorgen.

Begründung: Bildung ist das zentrale Thema für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Es ist auch das zentrale Thema des Wahlkampes in NRW. Über die Debatten um frühkindliche Bildung, Schulstrukturen, Schulzeitverkürzung und Studiengebühren droht die Weiterbildung als vierte Säule des Bildungssystems vergessen zu werden. Schon zu oft war gerade die Weiterbildung beliebtes Sparziel zur Haushaltskonsolidierung. Nicht weitere Kürzung der Mittel, sondern eine verlässliche und höhere finanzielle Ausstattung dieses Gesetzes ist aber erforderlich, wenn politische, werteorientierte und arbeitsweltbezogene Bildung auch zukünftig in NRW Bestand haben sollen.
Gerade in einer sich ständig wandelndes Gesellschaft mit wachsenden Anforderungen an die Gestaltungskompetenz der einzelnen Menschen sind für alle Bürger erschwingliche Angebote zum lebenslangen Lernen unerlässlich. Weiterbildung ist öffentliche Aufgabe und darf nicht zum Privileg der finanziell besser Gestellten werden. Um vielfältige Zielgruppen zu erreichen, ist der Erhalt der breiten Trägerstruktur in NRW durch die öffentliche Förderung zu garantieren.

Für die Wahlentscheidung unserer Mitglieder ist ein öffentliches Bekenntnis zum Weiterbildungsgesetz ein wichtiges Kriterium.
HIER WEITERE INFORMATIONEN ZUR BILDUNGSARBEIT DER KAB

Geschrieben von: Martin Mohr am 26.04.2010




„Allianz für den freien Sonntag“ in Dinslaken gegründet
Ratsbeschluss gegen die Sonntagsöffnung ist das erste Aktionsziel



Foto: Die Mitglieder der Gründungsversammlung der "Allianz für den freien Sonntag" in Dinslaken:
Ein Bündnis aus KAB, Kolping, DGB/ Verdi, EAB, Evangelischer Kirchenkreis Dinslaken, kda Dinslaken und Katholischer Kirche Dinslaken

Dinslaken. In der Stadt Dinslaken hat sich eine „Allianz für den freien Sonntag“ gegründet. Das bundesweit agierende kirchlich-gewerkschaftliche Aktionsbündnis tritt auch auf kommunaler Ebene gegen die Verkaufsoffenen Sonntage ein und ist bereits seit zwei Jahren in der Nachbarstadt Wesel aktiv. Martin Kuster (Kolping-Kreisverband Wesel) und Martin Mohr (KAB Bezirksverband Wesel) berichteten den über 20 Gründungsmitgliedern, die sich am Dienstag, den 23. März 2010 im Dinslakener Johannahaus zusammengefunden haben über Kampagnen und Erfolge der „Weseler Allianz für den freien Sonntag“.

Zunächst hatten in Wesel immer wieder einzelne kirchliche Gruppen versucht, gegen die zunehmende Tendenz der verkaufsoffenen Sonntage Aktionen zu starten, ohne größeren Erfolg. Dann verbündeten sich die evangelische Kirchengemeinde Wesel, die Katholische Pfarrgemeinde St. Mariä Himmelfahrt, Kolping, Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, KDA und KAB, um gemeinsam etwas zu bewegen. Sie führten Befragungen mit betroffenen (Verkäuferinnen/Geschäftsführer) durch, verteilten Flyer mit Informationen zur gesetzlichen Regelung, zeichneten Geschäfte aus, die sonntags immer geschlossen haben, starteten eine Kampagne vor der Abstimmung im Rat. Im Rat sollte über einen zweiten verkaufsoffenen Adventssonntag abgestimmt werden. Mit knapper Mehrheit wurde der Beschluss gefasst, den Sonntag freizugeben. Die Allianz gibt jedoch nicht auf, weil durch die Aktivitäten ein Stimmungswandel in der Bevölkerung erreicht wurde. Es geht der Allianz in erster Linie darum, den Trend zu immer mehr verkaufsoffenen Sonntagen zu stoppen.

Neben Vertreter/innen der genannten kirchlich-gewerkschaftlichen Trägerorganisationen der Sonntagsallianz waren auch Mitglieder des Dinslakener Stadtrates bei der Gründungsveranstaltung anwesend. Thomas Groß, Wolfgang Krüsmann, Michael Korbmacher und Thomas Beerwerth sehen ihr konsequentes Eintreten gegen die Ausuferung der Sonntagsöffnungen im Stadtrat bestätigt. „Das ist dann auch unser erstes Aktionsziel“, sind sich die selbstbewussten Gründungsmitglieder der „Sonntagsallianz“ in Dinslaken einig, „in den kommenden Ratssitzungen wird neu zum Verkaufsoffenen Sonntag im Advent Beschluss gefasst. Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen“. Die „Allianz für den freien Sonntag“ in Dinslaken kommt am Dienstag, den 13. April 2010 um 19.00 Uhr zur nächsten Planungskonferenz zusammen. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen. HIER WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Geschrieben von: Martin Mohr am 25.03.2010




„Für den arbeitsfreien Sonntag überall in Europa“
Weseler Allianz auf Konferenz im Europaparlament vertreten


Foto (von rechts in der zweiten Reihe): Dr. Hans-Peter Schmitz (Weseler Allianz für den freien Sonntag) und Ehefrau sowie Theresia Wagner-Richter (Sprecherin der NRW-Landesallianz für den freien Sonntag)mit Mitstreitern aus dem Niederrhein im Europaparlament Brüssel

Wesel. Mit fast 400 Gleichgesinnten aus insgesamt 70 kirchlich-gewerkschaftlichen Organisationen aus vielen Ländern Europas waren Vertreter/innen und Vertreter der „Weseler Allianz für den freien Sonntag“ am vergangenen Mittwoch im Europaparlament Brüssel. Zu einer „Ersten Europäischen Konferenz zum Schutz des arbeitsfreien freien Sonntag“ waren sie von der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie den Europaabgeordneten Patrizia Toia und Thomas Mann eingeladen worden.

„Mehr denn je besteht die Notwendigkeit die europäische Arbeitzeitrichtlinie zu überarbeiten und eine Regelung über die Arbeitszeiten in Europa zu finden“, erklärte László Andor, der als EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration an dieser Konferenz teilnahm. „In der Revision der Arbeitszeitrichtlinie soll auch der Sonntag behandelt werden“, versprach Andor. Unter www.free-sunday-eu wollen die europäischen „Sonntagsallianzen“ ab sofort mit einer Bürgerinitiative den Aussagen des Kommissars Nachdruck verleihen.

Dr. Hans-Peter Schmitz (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt kda Wesel) zeigte sich durch die Aussagen und Appelle die auf dieser Konferenz getätigt wurden in seinem konsequenten Eintreten für den Sonntagsschutz vor Ort bestätigt. „Denn wenn Françoise Nicoletta von der französischen Gewerkschaft FEC von einer inzwischen eingetretenen „Sonntagspflicht des Arbeitens“ in ihrem Land berichtet und dass der Leidensdruck der zu 80% gegen die Sonntagsarbeit stimmenden Bürgerinnen und Bürger enorm sei, dann heißt das für uns, dass es in unserer Stadt, in unserem Land niemals so weit kommen darf“.

Für Martin Mohr (Katholische Arbeitnehmer Bewegung Wesel) ist der auf der Konferenz von allen Teilnehmern unterzeichnete „Aufruf für den Arbeitsfreien Sonntag in Europa“ richtungweisend: „Der Schutz des arbeitsfreien Sonntags ist von überragender Bedeutung für die Gesundheit der Arbeitnehmer, die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben sowie für das Leben der Zivilgesellschaft insgesamt“, so Mohr, „dieser gemeinsame wöchentliche Ruhetag stärkt den sozialen Zusammenhalt in unseren Gesellschaften – ein Zusammenhalt, der durch die gegenwärtige Wirtschaftskrise ernsthaft gefährdet ist.“

Die Vertreter/innen und Vertreter der „Weseler Allianz für den freien Sonntag“ werden ihr Eintreten gegen die Sonntagsöffnungen der Läden in Wesel fortsetzen; vom 26.-30. April 2010 wird es NRW-weit eine Aktionswoche für den freien Sonntag geben.


Hier (anklicken!) - weitere Informationen zum Thema


Geschrieben von: Martin Mohr am 25.03.2010




„Ohne Sonntag fehlt dir was!“ Allianz für den freien Sonntag aus der Region Niederrhein mit starker Beteiligung bei der Gründung des NRW-Bündnisses in Düsseldorf


Foto: So weit das Auge reicht - Demonstranten für den freien Sonntag vor dem Düsseldorfer Landtag

Als am 03. März in Düsseldorf die „NRW-Landesallianz für den freien Sonntag“ gegründet wurde, war auch das Weseler Bündnis stark vertreten, das sich auf lokaler Ebene aus dem kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda), der Gewerkschaft ver.di, der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB), den beiden großen Kirchen und der Kolping zusammensetzt.

Insgesamt waren es gut 500 Demonstranten, die sich auf der Wiese vor dem Landtag versammelten. Die „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ müsse verhindert werden, ist sich das Bündnis einig, und haben in der Gründungserklärung ihrer Landesallianz mahnend festgehalten: „Die Gesetzgeber auf Bundes, Landes- und kommunaler Ebene müssen sicherstellen, dass der Sonntag im sozialen Zusammenleben seiner Zweckbestimmung entsprechend als Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung erhalten bleibt und der Sonn- und Feiertagsschutz neu bekräftigt wird“.

Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) warnte davor, die Sonntagskultur infrage zu stellen. Es seien klare Gesetze erforderlich, die den Sonntag als besonderen Tag definierten. Zwar werde es immer bestimmte Bereiche wie Krankenhäuser oder die Energieversorgung geben, in denen auch sonntags Arbeitskräfte gebraucht würden. Allerdings müsse im Arbeitnehmerschutzgesetz deutlich gemacht werden, dass „nur dort gearbeitet wird, wo gearbeitet werden muss“. Laut Laumann ist es besonders wichtig, das Leben in Abschnitte einzuteilen. Ruhe und Erwerbstätigkeit sollten in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Die Gesellschaft brauche Wochen- und Feiertage. Es dürfe nicht sein, dass „jede Stunde, die uns der liebe Gott gibt, unter einer zunehmenden Ökonomisierung steht“, so der Minister.
DGB-Landesvorsitzender Guntram Schneider sprach von einer zunehmenden Marktradikalität, die eine Abkehr vom christlichen Menschenbild bedeute. Deutschland sei mittlerweile dabei, den Sonntag leichtfertig zu verspielen. Schneider forderte eine Überarbeitung der Gesetzgebung, die bislang in den Bundesländern unterschiedlich viele verkaufsoffene Sonntage billigt. Zugleich kündigte er an, den arbeitsfreien Sonntag „mit Zehen und Klauen zu verteidigen“

Der Protestzug setzte sich anschließend mit vielen Teilnehmer/innen, Fahnen, untermalt durch deutlich vernehmbare Trillerpfeifen zur Altstadt in Bewegung. “Wer den Sonntag nicht ehrt, ist unser Stimme nicht wert“, so war es auf einem der zahlreichen Transparenten zu lesen.

Eine große ökumenische Gemeinde fand sich abschließend in der Lambertuskirche zu einem Wortgottesdienst unter der Leitung von Karl-Heinz Vogt (Leiter des katholischen Büros in der Landeshauptstadt) und dessen evangelischen Amtskollegen Rolf Krebs zusammen. Für Vogt ist die Diskussion um den freien Sonntag ein „Signal, dass wir die Ruhe brauchen für eine Begegnung mit Gott“. Rolf Krebs warnte vor einer Gefährdung der Gesundheit des Menschen, wenn der Sonntag kein Ruhetag mehr sei.


Hier (anklicken!) - eine Fotodokumentation von der Gründungsveranstaltung


Hier (anklicken!) Gottesdienstbausteine zum Internationalen Tag des freien Sonntags


Hier (anklicken!) weitere Informationen zur Allianz für den freien Sonntag


Geschrieben von: Martin Mohr am 04.03.2010




KAB-Region Niederrhein begrüßt Verfassungsurteil zu Hartz-IV-Regelsätzen



Region Niederrhein. "Durch die verfassungswidrigen Bemessungsgrundlagen trägt die Politik die Verantwortung für die wachsende Kinderarmut in Deutschland", erklärt Jürgen Dötsch, Bezirksvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Wesel nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes. "Die einfache prozentuale Ableitung des täglichen Bedarfs von Kindern und Jugendlichen aus einem Erwachsenen-Regelsatz geht nicht nur an der Lebenswirklichkeit vorbei, sondern berücksichtigt die speziellen Bedürfnisse und notwendigen Anforderungen der Heranwachsenden in nicht ausreichender Weise", sagt der Bezirksvorsitzende des katholischen Sozialverbandes. Die willkürliche Ableitung der Kinderregelsätze vom Regelsatz eines allein stehenden Erwachsenen hätte viele soziale und kulturelle Aspekte der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht berücksichtigt und zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen. So sei die Ernährung der Kinder nur unzureichend und die Bildung gar nicht in der Festlegung der Regelsätze berücksichtigt worden.

"Eine ausgewogene Ernährung der Schulkinder ist mit diesen Regelsätzen nicht möglich. Immer mehr Kinder kommen ohne Frühstück oder Pausenbrot in die Schule und können sich nicht auf den Unterricht konzentrieren", ergänzt Alfred Dilger, Bezirksvorsitzender des KAB-Bezirksverbandes Kleve. Als weiteren Skandal bezeichnet der KAB-Bezirksvorsitzende, dass "für Bildung bisher gar keine Regelsätze vorgesehen sind".

Chancengleichheit in der Bildung
Dötsch fordert die Bundesregierung auf, dies sofort zu ändern und für einkommensschwache Familien kostenfreie Nutzung von Angeboten im Bereich Bildung, Kultur und Sport auf lokaler Ebene zu garantieren. "Chancengleichheit bedeutet in der Bildung Bereitstellung und kostenfreie Nutzung der Angebote. Die Bundesregierung muss dafür Sorge tragen, dass die lokale Infrastruktur auch bei den finanzschwachen Kommunen und Landkreisen erhalten bleibt". Der KAB-Bezirksvorsitzende befürchtet, dass mit der Finanzkrise der Städte und Gemeinden nicht nur höhere Nutzungsgebühren anfallen, sondern Schwimmbäder, Bibliotheken und Sportstätten für immer geschlossen werden. Dilger weist darauf hin, dass die große Anzahl von Hartz IV abhängiger Kinder und Jugendlicher mit einer verfehlten Arbeitsmarkt- und Familienpolitik zusammen hängt. „Es ist ein Skandal, wenn Eltern trotz Vollzeiterwerbstätigkeit ihre Kinder nicht angemessen versorgen können, weil ihr Lohn dafür nicht ausreicht. Es ist ein Skandal, dass immer noch gerade allein erziehende Elternteile mit ihren Kindern auf Hartz IV angewiesen sind, weil sie auf dem Arbeitsmarkt massiv benachteiligt werden und passende Betreuungseinrichtungen fehlen“.

Die KAB setzt sich für gute Arbeit und einen Mindestlohn ein, der Eltern in die Lage versetzt, selbst angemessen für den Unterhalt ihrer Kinder Sorge zu tragen.

Geschrieben von: Martin Mohr am 12.02.2010




"Ja, Mensch: du bist willkommen!"



Foto (von links): Pfr. em. Viktor Roeloffs (Xanten), Kaplan Karsten Weidisch (Cloppenburg), Pfarrer Theo Hoffacker (Xanten-Marienbaum), Diakon Robert Lendzian (Walsum) am "Licht vom Xanten".

Gottesdienst an der Nikolaus-Groß-Gedenkstätte im Xantener Dom - eine Mahnung an die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus

Unter den mehreren hundert Gottesdienstbesuchern, die auf Einladung des Bezirksverbandes der KAB Wesel am Freitag den 22. Januar 2010 in den Xantener Dom kamen, gab es einen Gast der seit Jahren für das Nikolaus-Groß-Gedenken steht: Karsten Weidisch. Der ehemalige Kaplan der Xantener St.-Viktor-Gemeinde kam auf Initiative des Xantener KAB- Unterbezirksvorsitzenden Karl-Heinz Mertens mit einer Botschaft als Zelebrant in die Heilige Messe: Nikolaus Groß verkörperte die christliche Lebensbejahung und die Menschlichkeit als krassen Kontrast zur Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus. Daher sei er von den Nationalsozialisten am 23. Januar vor 65 Jahren in Plötzensee ermordet worden.
Die "stille Herzensfreude" habe dem Familienvater, Bergmann, Journalisten, Gewerkschafts-/KAB-Sekretär und seligen Märtyrer Nikolaus Groß in guten Zeiten seine Berufung einüben lassen.
"Das gilt für uns im gleichen Maße: Wir sind die Christus-Verkündigung der heutigen Zeit" appellierte Weidisch an die Frauen und Männer der KAB.

Das ebenfalls vom KAB-Unterbzirk Xanten vorbereitete abschließende Gebet an der Nikolaus-Groß-Gedenkstätte in der Krypta des Domes hatte den Abschiedsbrief des Seligen als Mittelpunkt. "Das sind starke Worte, die uns stark gegen Widerstände machen, wenn wir den Glauben in guten Zeiten leben" fasste Kaplan Weidisch zusammen.
Hier (anklicken!) Eindrücke vom Gedenkgottesdienst


Hier (anklicken!) Informationen zur Person Nikolaus Groß


Geschrieben von: Martin Mohr am 28.01.2010




Jury für das Gütesiegel „Gute Arbeit“ am Niederrhein gegründet



Foto (von oben): Ulrich Richartz, Thomas Kahlert, Gerd Gertsen, Mechthild Schulz. (nicht auf dem Foto: Werner Kämink, Annette Hombücher)

Am Mittwoch, den 13. Januar 2010 hat sich auf Initiative der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Rahmen der Aktion Gütesiegel „Gute Arbeit“ die Jury für den Niederrhein, d.h. die Kreise Kleve und Wesel gegründet.

Mit dem Gütesiegel werden Menschen, Firmen, Initiativen ausgezeichnet, die sich aktiv und konkret für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Arbeitswelt einsetzen. Vorschläge kann jeder Bürger an die Jury senden. Diese wird die eingereichten Vorschläge prüfen und dann über die Vergabe des Gütesiegels entscheiden. Vorsitzender der Jury ist KAB-Rechtssekretär Ulrich Richartz, Wesel. Weitere Mitglieder der Jury sind: Gerhard Gertsen, Betriebsrat aus Emmerich und Mitglied des Bundesvorstandes der IG-Metall, Thomas Kahlert, Mitarbeitervertreter in einer kirchlichen Einrichtung und Vorsitzender der Regionalen Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im Kreisdekanat Wesel, Mechthild Schulz, Vorsitzende der KAB im Unterbezirk Wesel, Annette Hombücher, Mitglied des Bezirksvorstandes der KAB Kleve und Werner Kämink, Betreuungssekretär Einzelhandel bei der Gewerkschaft Verdi für die Region Duisburg/Niederrhein.

Schirmherr der Aktion ist der Minister für Arbeit des Landes NRW, Karl-Josef Laumann.

Vorschläge für Preisverdächtige Initiativen können gesendet werden an:
Jury Gütesiegel für „Gute Arbeit“
Ulrich Richartz
Sandstr. 24
46483 Wesel

Hier (anklicken!) Beispiele für Gütesiegel-Beiträge


Geschrieben von: Ulrich Richartz am 15.01.2010




Mit Unterstützung des KAB-Bezirksverbandes Wesel:
Ab sofort erweiterte Rentenberatung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) im KAB-Regionalbüro Niederrhein


Foto: Anneliese Große-Holtforth ist Rentenberaterin der Deutschen Rentenversicherung (DRV)

Das Beratungsangebot in Rentenfragen im Heinz-Bello-Haus hat sich ab sofort erweitert. Die Rentenberaterin der Deutschen Rentenversicherung Anneliese Große-Holtforth steht jeden Dienstag in der Zeit von 15.00 bis 17.00 Uhr zur Verfügung. Die Versichertenälteste ist behilflich bei Anträgen zu Kontoklärungsverfahren und bei der Beantragung von Renten. Fragen zu Versicherungszeiten, Vertrauensschutz, Rentenantritt und Rentenpunkten usw. können beantwortet werden. Die Beratung ist kostenlos und steht allen Rat suchenden offen. Sie findet statt in den Räumlichkeiten des KAB-Regionalbüros Niederrhein, Sandstraße 24, 46483 Wesel. Anneliese Große-Holtforth ist unter der Telefonnummer 0281/1641016 erreichbar.
Ein mit der Rentenberatung verknüpfbares Beratungsangebot im Heinz- Bello-Haus ist der kostenlose Rechtschutz für KAB-Mitglieder in arbeitsrechtlichen und sozialrechtlichen Fragen.
Hier (Anklicken!) ein Informationsblatt zum Ausdrucken

Hier (Anklicken!) mehr zum für KAB-Mitglieder kostenlosen Rechtsschutz im Arbeits- und Sozialrecht erfahren

Geschrieben von: Martin Mohr am 10.08.2009




Helmut Neersen verstorben

Liebe Kolleginnen und Kollegen in den KAB-Vereinen,
zu meinem Bedauern muss ich euch leider mitteilen, dass Helmut Neersen aus Issum am 26.07.2008 verstorben ist. Helmut Neersen kam am 13.01.1935 als ältestes von vier Kindern in Krefeld zur Welt. Nach dem Besuch der Schule begann er 1950 als Berglehrling. Im Jahr 1969 wechselte er in den Polizeidienst und war bis zu seinem Ausscheiden auch für die Gewerkschaft der Polizei ehrenamtlich engagiert.
Im Jahr 1957 trat Helmut Neersen in die KAB ein. Über mehrere Stationen auf der Ebene unseres Bezirksverbandes Kleve wechselte Helmut Neersen auf die diözesane Ebene; im Jahr 1983 wurde er zum Vorsitzenden des Diözesanverbandes Münster gewählt, ohne dabei seine Funktion in der KAB Sevelen als Bildungsreferent aufzugeben. Dieses Amt in seinem Heimatverein in Sevelen hatte er auch noch in den letzten Jahren ausgeübt.
Helmut Neersen führte jahrelang die KAB Westdeutschlands als Vorsitzender (bis 1995) und gehörte der KAB-Bundesleitung als stellvertretender Vorsitzender an. Neben seinem Engagement für die KAB war Helmut Neersen für die CDU über 34 Jahre als Ge-meindevertreter in Issum tätig und stand dem CDA-Bezirk 12 Jahre vor. Für sein vielfältiges Engage-ment wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Am Donnerstag, den 31.07.2008 ist um 10:00 Uhr das Auferstehungsamt in der Pfarrkirche St. Antonius, Issum-Sevelen.
Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem neuen Friedhof an der Nieukerker Straße in Sevelen.

Geschrieben von: Gerd Minarek am 28.07.2008





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